
Es gibt heute für jede Herzrhythmusstörung ein kuratives Verfahren. Dabei wird mit elektrophysiologischen Kathetern, die im Herzen platziert werden, die Rhythmusstörung ausgelöst und dann der neuralgische Punkt mit einem Tastkatheter gesucht. Diese Stelle wird mittels Hochfrequenzstrom oder Kälte verödet (Ablationsbehandlung) und die Rhythmusstörung so geheilt.
Bis Oktober 2007 wurde dieses Verfahren in MV nur rudimentär angeboten und alle Patienten mussten für diese spezielle Behandlung nach Hamburg, Berlin, Leipzig oder Bremen überwiesen werden. Mit der Besetzung der W2-Professur für klinische Elektrophysiologie im Oktober 2007 wurde diese Versorgungslücke in MV vollständig geschlossen. Seitdem sind in den letzten beiden Jahren mehr als 1000 Patienten behandelt worden (siehe Grafik). Das Behandlungsspektrum umfasst alle Rhythmusstörungen, die es gibt, wobei eine besondere Spezialisierung klinisch und wissenschaftlich für die Ablation von Vorhofflimmern und ventrikulären Tachykardien besteht (rhythmologie.med.uni-rostock.de).
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Curriculum vitae
Prof. Dr. med. Dietmar Bänsch
geboren: 15.11.62 in Bielefeld, verheiratet, 1 Kind
- 10/1982 - 1/1984 Zivildienst: Dialyseabteilung, nephrologische Abteilung, Krankenanstalten Sarepta,
- Bielefeld. Leitender Arzt: Dr. med. Plache
- 4/1984 - 2/1987 und 3/1987 - 6/1994 Studium Englisch, Deutsch, Sozialwissenschaften (Lehramt) in Bielefeld Humanmedizin an der WWU Münster
- 3/1986 - 2/1987 und 4/1987 - 9/1993 Stipendien: DAAD-Auslandsstipendium in Glasgow, Schottland Studienstiftung des Deutschen Volkes
- 2/1984 - 6/1991 und 4/1991 - 3/1993 Nebentätigkeiten: Nierentransplantation/Dialyse/ Intensivstation, Krankenanstalten Sarepta, Bielefeld; Intensivstation der Medizinischen Kliniken und Polikliniken der WWU Münster
- 6/1994 Examina in Medizin: 3. Abschnitt der ärztlichen Prüfung
- 3/1993-3/1994 praktisches Jahr: Universitätsklinik der WWU Münster
- 6/1994 Approbation
- 1991–1995 Promotion: Untersuchung zur Rolle von Somatotropin und Insulin-like-growth Hormone-I für den Lipidstoffwechsel bei wachstumshormongesunden Probanden. Institut für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin der WWU Münster. Direktor: Univ.-Prof. Dr. med. G. Assmann
- 7/1994 Klinische/wissenschaftliche Tätigkeit: Medizinische Klinik und Poliklinik der WWU Münster - Innere Medizin C - Direktor: Univ. -Prof. Dr. med. G. Breithardt Schwerpunkte: implantierbare Geräte und Intensivmedizin Arbeitsgruppe Prof. Dr. med. M. Block - 1. Prävalenz, Prädiktion von Synkopen bei Patienten mit implantierbaren Defibrillatoren
2. Fahrtauglichkeit bei Patienten mit implantierbaren Defibrillatoren
3. Bedeutung der Defibrillatortestung
4. Prävalenz und Prävention von inadäquaten Therapien bei Patienten mit Defibrillatoren
5. Prävalenz und Prävention von häufigen adäquaten Therapien bei Patienten mit implantierbaren Defibrillatoren
6. Vermeidung von häufigen adäquaten Schocks - 7/1998-7/2004 Klinische/wissenschaftliche Tätigkeit: Medizinische Klinik II, AK St. Georg
Leitender Arzt: Prof. Dr. med. K.H. Kuck; Schwerpunkt: Implantierbare Geräte/ klinische Rhythmologie und interventionelle Elektrophysiologie
Themen/ Untersuchungen:
1. Primärprävention des plötzlichen Herztodes bei Patienten mit idiopathischer dilatativer Kardiomyopathie
2. Bedeutung der elektrophysiologischen Untersuchung vor der Implantation von Defibrillatoren
3. Bedeutung der Gerätesauswahl für die Nachsorge
4. Therapie häufiger ventrikulärer Tachykardien durch eine Ablationbehandlung
5. Therapie von Vorhofflimmern durch Hochfrequenzstromablation
6. Austauschindikation bei Patienten ohne ventrikuläre Tachykardien während der Nachsorge - 1995-1999 Betreuung klinischer Studien: CABG-Patch-Studie, CAT-Studie
- 2000-2004 Entwicklung und Ausführung klinischer Studien 1+1-Studie: Nutzen der Zweikammerdetektion bei Patienten mit langsamen ventrikulären Tachykardie. Ein multizentrischer, prospektiv randomisierter Vergleich von Ein- und Zweikammerdefibrillatoren
- 2000-2004 Quick-ICD-Studie: eine prospektiv randomisierte Studie zum Nutzen der elektrophysiologischen Untersuchung vor ICD-Implantation
- 2004 bis heute I-do-IT-Studie: ICD-Downgrade Telemetrie-Upgrade. Eine prospektive multizentrische Studie zur Frage, ob Defibrillatoren immer ausgetauscht werden müssen, auch wenn keine adäquaten Therapien aufgetreten sind.
- 8/2003 Facharzt für Innere Medizin
- 8/2003 Oberarzt, Schwerpunkt klinische Rhythmologie
- 11/2005 Facharzt Kardiologie
- 7/2004 Fachkunde Strahlenschutz, Strahlenschutzbeauftragter
- 4/2007 Habiltation zum Thema „Implantierbare Defibrillatoren“ UKE Hamburg
- 10/2007 W2 Professor klinische Elektrophysiologie UK Rostock:
Neuaufbau der klinischen Rhythmologie und interventionellen Elektrophysiologie mit den Schwerpunkten Vorhofflimmerablation, Ablation von ventrikulären Tachykardien und Implantation von Defibrillatoren zur prävention des plötzlichen Herztodes
Klinische Spezialisierung:
Ablation von Herzrhythmusstörungen Implantation von Defibrillatoren und Geräten zur kardialen Resynchronisation
Adresse:
Prof. Dr. med. Dietmar Bänsch
Leiter klinische Elektrophysiologie
Stellvertretender Direktor der Abteilung für Kardiologie
Klinik und Poliklinik für Innere Medizin I
Universitätsmedizin Rostock
Schillingallee 35
18055 Rostock
Tel. 0381-494-7797
Fax 0381-494-7798
e-mail: dietmar.baensch@med.uni-rostock.de
website: rhythmologie.med.uni-rostock.de