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Aktuelles

Forschung an Mensch und Maus

06. März 2018

DFG-Förderung stärkt Forschungsstandort Mecklenburg-Vorpommern

Forscherinnen der Universitätsmedizinen Rostock und Greifswald erhalten eine der begehrten Förderungen der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Mit der dreijährigen Bewilligung in Höhe von 221.000 Euro führt die Biologin und Privatdozentin Dr. Angela Kuhla ihre mehrjährigen Forschungen am Rudolf-Zenker-Institut für Experimentelle Chirurgie an der Universitätsmedizin Rostock zu Adipositas und neurodegenerativen Erkrankungen weiter. Inhaltliche Unterstützung erhält sie dabei von der Greifswalder Medizinerin Dr. Deborah Janowitz, die eine Förderung in Höhe von 206.000 Euro erhielt und an der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie tätig ist.

Beide hatten sich im Rahmen der Bewerbung Mecklenburg-Vorpommerns für die Exzellenzinitiative des Landes kennengelernt. Ihre Forschungsaktivitäten und infrastrukturellen Voraussetzungen ergänzen sich hervorragend. Dr. Kuhla untersucht mit ihrer Arbeitsgruppe mögliche Zusammenhänge von Übergewicht und Demenz in Zell- und Mausmodellen. Dabei wird der Fokus auf die durch Übergewicht verursachte Entzündung im Gehirn gelegt und mit Hilfe der hochmodernen Kleintier-PET-CT und -MRT-Bildgebungstechnik an der UMR bearbeitet. Ergänzt wird ihre Arbeit durch den translationalen Forschungsansatz zusammen mit Dr. Janowitz in Greifswald. Dr. Janowitz verfügt ebenso über modernstes Equipment wie MRT sowie eine große Kohorte an adipösen Probanden.

Ziel ist es zu verstehen, wie Übergewicht, Ernährung und körperliche Aktivität das Gehirn beeinflussen. „Diese Zusammenhänge aufzuklären, kann langfristig neue Ansätze für die Therapie von Demenzerkranken ermöglichen“, so Dr. Kuhla. „Interessant sind für uns die Erkenntnisse im Mausmodell, denn damit wäre es uns möglich, Rückschlüsse auf den Mechanismus bei einer bestehenden Fettleibigkeit bzgl. neurodegenerativer Erkrankungen zu ziehen und damit Therapieansätze für unsere Patienten abzuleiten“, so Dr. Janowitz.

„Die Forschungsaktivitäten von Dr. Kuhla sind ein Aushängeschild für die Universitätsmedizin Rostock“ sagt Prof. Dr. Brigitte Vollmar, Direktorin des Rudolf-Zenker-Institutes für Experimentelle Chirurgie. Prof. Dr. Hans J. Grabe, Leiter der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Greifswald, ergänzt: „Die Förderung beider Forscherinnen durch die DFG zeigt, dass die Thematik hochrelevant ist und die Zusammenarbeit beider Universitätsstandorte in MV ideal genutzt wird, um die Translation von Maus und Mensch umzusetzen.