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Nach einjährigem Umbau: Zentralsterilisation der Unimedizin auf neuestem Stand

02. Mai 2018

50.000 Instrumente pro Tag gereinigt / 35 Mitarbeiter an zwei Standorten

Das Waschbecken ist vorbereitet: Eine Hälfte ist mit Wasser, die andere mit einer chemischen Lösung gefüllt. Knut Starker legt seinen Schutzkittel an, setzt die Haube auf und schon verschwindet das Endoskop im Nass. Zuerst befreit er das Gerät von groben Verschmutzungen, dann testet er es auf undichte Stellen. Anschließend wandert das Endoskop weiter in eine eigene Waschmaschine. Ein Jahr lang wurde die Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte an der Unimedizin Rostock aufwendig saniert. Ausgestattet mit der neuesten Technik sorgen 25 Mitarbeiter in der Schillingallee für absolute Sauberkeit.

Direkt unter den Operationssälen laufen alle Stränge zusammen. Mehr als 50.000 Instrumente aus dem OP und von den verschiedenen Stationen der Unimedizin landen täglich in den modernisierten Räumen. Dort werden sie gereinigt, kontrolliert, desinfiziert, sterilisiert und schließlich wieder an die einzelnen Bereiche verteilt.  

„Der Umbau war dringend notwendig“, sagt Christian Lemke, Leiter der Aufbereitungseinheit. „Da sich die Sterilisation im Altbau der Chirurgischen Klinik befindet, mussten wir alle Räume komplett entkernen und der neuen Zeit anpassen.“ Nach dem Umbau arbeiten die Mitarbeiter nun an modernen Geräten, neuen Computern, höhenverstellbaren Tischen und kommen dank neuer Klimaanlage nicht mehr so leicht ins Schwitzen. „Außerdem können wir jetzt alle Instrumente scannen und nachverfolgen“, so Lemke. „Wenn ein Gerät beim Patienten ankommt, wissen wir, wer es wann wie gereinigt hat.“ Bevor die Endoskope, Klemmen oder Skalpelle in den Sterilisator wandern, werden sie - wie von Knut Starker - erst grob gereinigt. „Brandneu ist unser Steamer, an dem wir mit Heißdampf starke Verschmutzungen ablösen können“, sagt Lemke. Einmalig in MV: Ein Gerät, in dem Instrumente vom Davinci-OP-Roboter aufbereitet werden können.

Neben der Zentralsterilisation in der Schillingallee verfügt die Unimedizin in der Doberaner Straße über eine weitere Reinigungseinheit, die auch jüngst modernisiert wurde und in der zehn Mitarbeiter tätig sind.