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10. Januar 2019

ECMO-Gerät im Einsatz auf der Intensivstation der Unimedizin Rostock

Unimedizin bietet intensivmedizinische Hilfe bei Herz- und Lungenversagen

Ärzte der Unimedizin Rostock retten Leben mit modernster Technik

Bei verschiedenen schweren Erkrankungen wie z. B. einer Lungenentzündung, nach einem Herzinfarkt oder bei einem Unfall kann es zu einem Lungenversagen oder einem kombinierten Herz-/Lungenversagen kommen. Um so akut und lebensgefährlich betroffene Patienten zu versorgen, haben mehrere Kliniken der Universitätsmedizin Rostock ein interdisziplinäres ECMO-Team aufgebaut. Das sogenannte ECMO-Verfahren (extracorporale Membranoxygenierung), im Volksmund auch Herz-Lungen-Maschine genannt, übernimmt die Sauerstoffanreicherung des Blutes außerhalb des Körpers und unterstützt damit die Herz- und Lungenfunktion oder ersetzt sie zeitweise ganz. Es wird Zeit gewonnen, damit die Organe heilen können oder bis der Patient operiert werden kann.

Die Unimedizin Rostock versorgt mit diesem hochmodernen medizinischen Verfahren schwerstkranke Patienten in Mecklenburg-Vorpommern und darüber hinaus. Dafür wird in Zusammenarbeit mit der Johanniter-Unfall-Hilfe ein spezieller Intensivhubschrauber (ITH) zum Transport für Patienten mit akutem Herz-Lungenversagen genutzt.

„Unsere Unimedizin bietet modernste Technik wie ECMO bei einer intensivmedizinischen Betreuung an“, sagt Prof. Dr. Tobias Schürholz, Leiter der Perioperativen Intensivtherapie der Klinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie. „Wir verfügen über vier ECMO-Geräte und ein weiteres mobiles – beispielsweise für den Einsatz im Hubschrauber.“ Etwa ein bis zwei Mal im Monat werden Patienten aus anderen Krankenhäusern nach Rostock geholt. Der erfahrene Intensivmediziner Dr. Christoph Busjahn weiß: „Dabei sind wir nicht nur in Mecklenburg-Vorpommern, sondern auch darüber hinaus zum Beispiel in Schleswig-Holstein im Einsatz.“ Ein ECMO-Team besteht aus einem Facharzt mit der Zusatzqualifikation „Spezielle Intensivtherapie“, einer Fachschwester für Anästhesie und nach Bedarf einem Kardiochirurgen und einem Kardiotechniker. Vor allem in anderen Krankenhäusern ist dabei für das Rostocker Team große Routine nötig. „Fünf bis sechs Jahre Expertise sind mindestens notwendig, um ECMO auch extern einzusetzen“, verdeutlicht Busjahn.

Schürholz erklärt: „Wir arbeiten bei der medizinischen Versorgung der Patienten interdisziplinär mit Kollegen aus der Herzchirurgie, der Kardiologie sowie der Internistischen Intensivmedizin zusammen. Im Perioperativen Zentrum an der  Unimedizin Rostock mit zwei perioperativen Intensivtherapiestationen werden jährlich 2.500 Patienten behandelt.“ Stolz ergänzt er: „Wir verfügen über moderne apparative Möglichkeiten und bieten mit einem erfahrenen und engagierten Team Spitzenmedizin - an 365 Tagen 24 Stunden.“ Schwerkranke Patienten oder verunfallte Menschen haben dank der modernen ECMO-Technik somit noch mehr Chancen, zurück ins Leben zu finden.