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Therapie mit geschlossenen Augen: Schlaflabor der Universitätsmedizin Rostock erneut erfolgreich akkreditiert

15. Juli 2013

Das Schlaflabor der Universitätsmedizin Rostock ist erneut erfolgreich durch die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin DGSM akkreditiert worden.

Die erste Akkreditierung anhand bundesweiten Standards erfolgte 2004 und muss alle zwei Jahre erneuert werden. „Wir sehen die erneute Akkreditierung auch als Anerkennung unserer erfolgreichen Arbeit“, sagt Dr. Barbara Hortian, Leiterin des Schlaflabors.

 

Im Lauf der vergangenen Jahre wurden mehrere Studien durchgeführt, aufgrund derer festzuhalten ist, dass Schnarchen auch weiterhin für viele Menschen ein Problem bleiben, sagt Dr. Hortian. So wurde ein High-Tech-Anti-Schnarchkissen getestet, dessen Entwicklung durch die Europäische Union und das Ministerium für Wirtschaft und Tourismus gefördert wurde. „Nachdem wir zahlreiche Probanden in unserem Schlaflabor getestet haben, können wir feststellen, dass das Anti-Schnarchkissen zwar kurzzeitig, aber noch nicht langfristig zu einer befriedigenden Reduzierung der Schnarchgeräusche führt“, konstatiert Dr. Hortian. Für die Untersuchungen mit dem Schnarchkissen wurde das Schlaflabor unlängst mit einem auch für andere Tests nutzbaren Geräuschpegelmesser ausgestattet.

 

Ein wichtiges Untersuchungsfeld für das Schlaflabor ist die so genannte Schlafapnoe. Dabei kommt es im Schlaf zu Atemaussetzern, die teilweise minutenlang andauern, was fatale Folgen für die Betroffenen haben kann“, sagt Dr. Hortian. Häufig werden diese Atemaussetzer, die von Schnarchen begleitet werden, durch Übergewicht hervorgerufen. Die Folge der Aussetzer ist eine Mangelversorgung des Gehirns mit Sauerstoff. „Außerdem versucht der Körper, die Aussetzer durch eine höhere Atemanstrengung zu verhindern. Die Folge ist ein unruhiger Schlaf und eine bei den Betroffenen häufig anzutreffende Tagesmüdigkeit“, sagt Dr. Hortian.

 

 

Das Schlaflabor ist Teil der Abteilung Pneumologie / Interdisziplinäre Internistische Intensivmedizin der Klinik I am Zentrum für Innere Medizin der Universitätsmedizin Rostock