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Ungarische Pfleger schlagen Wurzeln in Rostock

02. Februar 2018

Istvan Zoran Markus findet sich sehr gut zurecht. Er überzeugt seine Kollegen mit Fachkenntnis.

Robert Arvai ist bei den Pflegekräften hoch angesehen, aber noch etwas schüchtern.

Sieben Fachkräfte unterstützen UMR

Rostock/Hansaviertel - Sie sind mutig, aufgeschlossen und bereit, ein neues Leben zu beginnen. Sieben qualifizierte Pflegekräfte aus Ungarn haben seit Kurzem ihren Platz an der Unimedizin Rostock gefunden. Trotz sehr guter Qualifikation haben sie in ihrer Heimat vergeblich nach einer Anstellung gesucht. Deswegen streckten sie ihre Fühler nach Deutschland aus, wo der Mangel an ausgebildeten Pflegekräften allgegenwärtig ist. Mit Erfolg! 

Doch der Weg, dauerhaft in Deutschland arbeiten zu können, ist nicht zu unterschätzen. Los ging es für die Neuankömmlinge mit einem zweimonatigen Intensiv-Deutschkurs. Vorerst werden die drei Frauen und vier Männer auf verschiedenen Stationen als Krankenpflegehelfer eingesetzt. Zwei Fachkräfte arbeiten in der Neurologie, vier  in der Inneren Medizin und eine ist in der Intensivpflege eingeplant.

„Sie lernen jeden Tag vier Stunden deutsch und sind sechs Stunden auf den Stationen im Einsatz“, erklärt Caren Erdmann, Projektassistentin im Pflegevorstand. Jeden Monat müssen die ungarischen Pflegekräfte einen Deutsch-Test ablegen. Wenn sie das Sprachniveau B2 erreicht haben, können sie ihren ungarischen Abschluss anerkennen lassen. „Sie sind alle sehr motiviert und wollen es unbedingt schaffen“, so Erdmann. 

Jedem ungarischen Pfleger steht ein Mentor zur Seite. Schrittweise wird er so in den Dienstalltag eingearbeitet, bis jeder Handgriff sitzt und alle Abläufe Routine sind. Damit die Integration gelingt, sollten sich die Ungarn nicht nur im Unternehmen wohlfühlen, sondern auch in der Hansestadt ankommen. „Außerhalb des Arbeits- und Schulalltags ist für sie alles neu“, erklärt Erdmann. Ein Kino- oder Konzertbesuch, die Mitgliedschaft in einem Sportclub können ein erster Schritt in Richtung Integration sein. Deshalb ruft sie die Mitarbeiter der Unimedizin auf, als Integrationspaten aktiv zu werden. „Dann ist die Basis für ein gutes Miteinander geschaffen“, betont sie.