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Untersuchung ohne Piks: Firmen sponsern Spezialgerät für Kinder

02. März 2017

Prof. Dr. Michael Radke (r.) und Prof. Dr. Manfred Ballmann (2.v.r.) bei der Spendenübergabe durch die beteiligten Firmen.

Aktion bringt 1000 Euro ein / Schnellere Hilfe im Notfall möglich

Alles begann mit einer Mitarbeiterparty des Studentenjob-Anbieters Staff Eins im Januar. „Unser Motto lautete Gemeinschaftsgefühl“, erzählt Karolin Hebben von zugehörigen Studentenmagazin StudentsStudents. Über ein Spendenspiel sammelte das Team Geld; der Zweck war auch schnell gefunden: „Wir wollten etwas für die jungen Patienten der Unimedizin tun“, so Hebben.

Dort herrsche immer Bedarf, sagt Prof. Dr. Michael Radke, Direktor der Kinderklinik. „Medizin wird immer teurer; und für kranke Kinder sollte uns nichts zu teuer sein.“ 1000 Euro kamen bei der Aktion zusammen. Davon soll ein Pulsoximeter angeschafft werden. „Damit messen wir ohne Piks die Sauerstoffsättigung im Blut kleiner Patienten“, berichtet Prof. Dr. Manfred Ballmann, Leiter der Pulmologie in der Kinderklinik. Vor allem im Notfall – wenn Kinder einen Asthma-Anfall erleiden oder bei einer akuten Kehlkopfentzündung – ermöglicht das Gerät eine schnelle Entscheidung über die notwendige Behandlung. Den Kindern wird dabei nicht wehgetan. „Wir nennen es den Leuchtefinger. Ein Clip wird an der Fingerkuppe befestigt und erfasst dann, falls gewünscht, auch dauerhaft, die Sauerstoffsättigung im Blut. Das spart Zeit – und Nerven bei unseren Patienten, die meist ohnehin Angst haben, weil ihnen das Atmen gerade schwerfällt“, erklärt Ballmann.

StudentsStudents holte mehrere Rostocker Firmen ins Boot, die den Spendenbetrag prompt kräftig aufstockten. „Fahrradfahren bedeutet für uns Lebensgefühl. Damit auch die Kleinsten schnell wieder aufs Rad kommen, haben wir uns gern an der Spende beteiligt“, sagt Steffi Wulf von FahrradJäger. Auch infocity Rostock sagte sofort Unterstützung zu. „Die Kinderzahl unserer Firmenmitarbeiter ist hoch; da hatten wir direkt eine Verbindung zu dem Anliegen“, berichtet Mitarbeiterin Katrin Luczak. Und auch Ralf Barg von der rogatec GmbH sagte zu, die Anschaffung des Pulsoximeters mitzutragen. „Wir unterstützen solche Art von Aktionen sehr gern – besonders, wenn es um Kinder geht.“