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Viele Unterstützer: Mutter teilt Spendensumme mit Medizinern

28. März 2017

Ines Schmidt (M.) sowie Pauls Freunde Franziska Rössel (l.) und Mathias Ruck (r.) übergaben Oberärztin Dr. Ursula Kriesen (2.v.l.) und ihren Kollegen Jule Helbig, Christian Lange sowie Stationsleitung Carolin Schneider den Scheck über 850 Euro.

Crowdfunding-Erfolg für Buch über verstorbenen Sohn / Palliativstation bekommt 850 Euro

Am Ende konnte Paul nur noch die Augen bewegen. Ines Schmidt hat ihren Sohn 2015 an die tödliche neurodegenerative Krankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) verloren. In der Region wurden sie und Pauls Freunde durch eine Crowdfunding-Kampagne bekannt: Sie sammelten Geld für die Veröffentlichung eines Buchs über Paul und seinen Umgang mit der Diagnose, Fotos und eine CD mit seinen Songs inklusive. Die Aktion lief gerade mal sechs Wochen lang über Zeitungen und soziale Medien; Benefizkonzerte fanden statt – am Ende stand ein Riesenerfolg: Viele Menschen leisteten einen Beitrag. Das Buch ist gerade im Lektorat und wird in ein paar Monaten erscheinen. Auf besondere Weise dankt Pauls Mutter nun denen, die jeden Tag ihre Arbeit der Pflege Schwerkranker widmen und denen das würdevolle Sterben ein Herzensanliegen ist. Als die Sammelaktion startete, hatte Ines Schmidt versprochen, die Summe, die gegebenenfalls über dem für das Buch erforderlichem Betrag liegen sollte, zu spenden. So gingen jetzt 850 Euro an das Team der Palliativstation an der Unimedizin Rostock. Einen weiteren Anteil am Überschuss erhielt die Rostocker ALS-Kontaktgruppe.

Auch am Verkaufserlös an dem Buch will Ines Schmidt die Palliativstation beteiligen. Paul hatte während seiner Krankheit eine kurze Zeit in der Rostocker Einrichtung verbracht.

Das Palliativteam möchte mit dem Geld den Stationsflur gemütlicher gestalten. „Ein Teil der Summe wird außerdem zur Finanzierung einer kleinen Küche für unser Stations-,Wohnzimmer‘ beitragen, in dem Familien in Ruhe gemütliche Stunden verbringen können“, sagt Oberärztin Dr. Ursula Kriesen dankbar.

Spenden für wichtige Zusatzangebote der Palliativstation sind jederzeit willkommen. Konto: Universitätsmedizin Rostock, IBAN: DE66 2003 0000 0019 5515 15; Verwendungszweck: 892087