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Aktivierung von Studierenden innerhalb von Online-Meetings

Kommunikation und interaktives, kollaboratives Arbeiten mit digitalen Werkzeugen. 

Diese Auflistung dient zur allgemeinen Orientierung. In unseren online Workshops zeigen wir Ihnen nicht nur wie Sie mit den von uns getesteten Werkzeugen (WebEx ®, Zoom ®, Jitsi ®, BigBlueButton ® via Stud.IP, ..) eine synchrone Kommunikation ermöglichen.

Wir diskutieren darüber hinaus, wie Sie durch das Teilen der jeweiligen Bildschirme oder Programmfenster eine interaktive, kollaborative Kleingruppenarbeit durchführen und dadurch Ihre Lernziele digital abbilden. Hierbei streben wir an, den Lernzielen aus den Präsenzveranstaltungen so nah wie möglich zu kommen. Am Ende erstellen Studierende dann z.B. digitale Dateien, bei denen es sich u.a. auch um Lehr-Medien handeln kann.

Damit unsere Studierende Ihre Lernziele erreichen lassen sich unterschiedliche Wege bestreiten.

Konventionelle Desktop-Programme durch Teilen des Programmfensters (z.B. Textverarbeitung oder Präsentationen) 

A) Fallbasiertes Lernen:

  • Wir öffnen ein Programm in dem eine Textdatei erstellt werden soll
  • Studierende bekommen vom Dozierenden / Schriftführer häppchenweise Informationen zu einem anonymisierten Fall
  • Gestartet wird mit einer Fallvignette eines typischen Behandlungsanlasses
  • Studierende diskutieren die vorliegenden Informationen kritisch und klären bei Bedarf Begriffe
  • Wenn kein Diskussionsbedarf mehr besteht bekommen Studierende weiterführende Informationen zum Fall, die wiederum diskutiert werden
  • Diese Schritte wiederholen sich, bis der Fall gelöst bzw. das Lernziel erreicht ist.  
  • Alle beteiligen sich an der Bearbeitung der Dokumente 
  • Auf diese Art lässt sich kritisches Denken und ärztliche Entscheidungsfindung simulieren 
  • Das fertige Dokument könnte nach Fertigstellung auch auf Stud.IP hochgeladen werden und mit anderen Gruppen geteilt bzw. diskutiert werden werden
    • Die Gruppen erhalten Feedback vom Dozierenden und/oder
    • die Gruppen geben sich gegenseitig Feedback

B) Studierende entwerfen Lehr-Präsentationen:

  • Schwierige Sachverhalte hat man erst dann begriffen, wenn man sie selbst erklären kann
  • Studierende diskutieren einen kontroversen Sachverhalt
  • Sie recherchieren Informationen und sammeln Medien
  • Schließlich erstellen Sie eine Präsentation zum Thema
  • Alle beteiligen sich an der Bearbeitung der Dokumente 
  • Das fertige Dokument könnte nach Fertigstellung auch auf Stud.IP hochgeladen werden und mit anderen Gruppen geteilt bzw. diskutiert werden werden
    • Die Gruppen erhalten Feedback vom Dozierenden und/oder
    • die Gruppen geben sich gegenseitig Feedback

C) Digital versierte Studierende können auch Podcasts, Erklärvideos, Blogs oder Homepages zu medizinischen Themen erstellen.

  • CAVE: es darf das medizinische Lernziel nicht aus dem Auge verloren werden 
  • Der Erwerb der digitale Kompetenzen darf nicht in den Vordergrund rücken  

 

In unseren online Seminaren stellen wir Ihnen insbesondere kollaborative online Programme vor – hier können alle Seminarteilnehmer gleichzeitig am selben Dokument bzw. im selben Programm arbeiten. 

 

1. Der Klassiker: eine Tafel auf digitaler Ebene (digitales Whiteboard): https://draw.chat/index.html 

  • Kostenlos, verschlüsselt, sofort einsetzbar, keine Registrierung erforderlich
  • Nach anklicken des Links wird sofort ein digitales Whiteboard generiert
  • Die Seminarleitung kopiert den Link und schickt ihn an alle Teilnehmenden  

2. Eine private verschlüsselte "Cloud" zum schreiben von Texten oder dem erstellen von Präsentationen (FBL/POL):  https://cryptpad.fr/index.html

  • Kostenlos, verschlüsselt, sofort einsetzbar, keine Registrierung erforderlich
  • Aus Datenschutzgründen müssen trotzdem alle Daten anonymisiert eingegeben werden
  • Dozierender oder Schriftführer erstellt das Dokument und teilt es mit den weiteren Teilnehmenden  
  • Nun können alle Teilnehmenden gleichzeitig am selben Dokument arbeiten
  • Die Datei wird im Rahmen des Seminars entwickelt, Inhalte der Datei werden durch die Teilnehmenden kritisch diskutiert 
  • Auch hier könnte das oben beschriebene fallbasierte Lernen Anwendung finden
  • Alle sehen und tragen dazu bei, wie das neue Dokument entsteht
  • Dieses kann nach Fertigstellung auf Stud.IP hochgeladen werden und mit anderen Gruppen geteilt werden

3. Mindmaps helfen die Gedanken zusortieren oder eine Klassifikation zu erstellen: https://tobloef.com/text2mind 

  • Kostenlos, verschlüsselt, sofort einsetzbar, keine Registrierung erforderlich
  • Einfach eine Liste mit Begriffen in das Textfeld kopieren
  • Mittels Tab-Taste lassen sich die Begriffe hierarchisch sortieren und zuordnen

4. Rollenspiele und/oder Simulationspatienten im online-Meeting

  • Alle Teilnehmende einer Kleingruppe (möglichst nicht mehr als n=8) sehen und hören sich
  • Das Meeting kann nach einvernehmlichen Einverständnis aufgezeichnet werden
  • Anwendungsbeispiel / Lernziel: z.B. Überbringen einer schlechten Nachricht:
    • Teilnehmende schlüpfen in die Rollen von Patient*innen, Ärzt*innen, Pflegende, Angehörige, … und wenden zuvor gelernte Kommunikationsstrategien an
    • Ein Experte ist Teil der Gruppe oder gibt später zum aufgezeichneten Video Feedback. (Anm.: Letzteres könnte wiederum durch Screencast Software erfolgen)

5. Fallbasiertes Lernen mit https://crt.casus.net/   ®

  • Während der Corona-Krise ist die Plattform in begrenztem Funktionsumfang kostenlos erreichbar
  • Studierende können in einem „Branched-Szenario“ spielerisch Fälle lösen
  • Auch hier wird ärztliche Entscheidungsfindung simuliert
  • Video-Stream aus der Klinik 
  • Theoretisch wäre es sehr interessant, wenn Dozierende mit Tablets eine Visite oder sonstige Patientenkontakte übertragen würden
  • Hierzu bedarf es allerdings einer Genehmigung durch die UMR und Sie benötigen die schriftliche Einwilligung aller Beteiligten
  • Als Alternative könnte diese Situation gleichfalls im Rollenspiel simuliert werden
  • Fachspezifische Methoden
  • Für die Histologie und die Histopathologie stehen auf einschlägigen Servern digitale Präparate zur Verfügung. Studierende können in Kleingruppen gemeinsam Mikroskopieren und sich gegenseitig Strukturen erklären. 

6. Die Evaluation der Veranstaltung kann über Stud.IP eingerichtet werden. 

Um diese Werkzeuge kennen zu lernen und dabei konkrete Anwendungs-Szenarien auszuprobieren besuchen sie bitte unsere online-Workshops oder wenden Sie sich an die Medizindidaktik.