Statistisch betrachtet erkrankt jede achte Frau in Deutschland im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs. Nach Zahlen des Zentrums für Krebsregisterdaten am Robert Koch-Institut sind das über 70.000 Frauen jedes Jahr, aber auch über 700 Männer.
Am Stand der Universitätsmedizin informierten Mitarbeitende des CCC-MV über Krebsrisiken, Früherkennung und Unterstützungsmöglichkeiten für Betroffene. An verschiedenen Tastmodellen konnten Besucherinnen und Besucher ausprobieren, wie sich Veränderungen im eigenen Körper anfühlen könnten und worauf sie bei der Selbstbeobachtung achten sollten.
Für die Universitätsmedizin Rostock gehören Prävention und das Bereitstellen von Gesundheitsinformationen neben der medizinischen Diagnostik und Behandlung zu den Aufgaben einer umfassenden Krebsversorgung. Der Aktionstag bot die Möglichkeit, diese Informationen auch den Gästen des Handballspiels in einem außerklinischen Rahmen zwanglos zu vermitteln und Vorsorgefragen zu beantworten.
Brustkrebs früh erkennen
Brustkrebs ist in frühen Stadien häufig besser behandelbar. Deshalb ist es entscheidend, Veränderungen der Brust wahrzunehmen und bei Auffälligkeiten ärztlichen Rat einzuholen. Dazu können etwa neu aufgetretene Knoten oder Verhärtungen, Veränderungen von Haut oder Brustwarze sowie ungewöhnliche Größen- oder Formveränderungen gehören. Das regelmäßige Beobachten und Abtasten der eigenen Brust ersetzt dabei nicht die medizinische Früherkennung, kann aber helfen, Veränderungen bewusster wahrzunehmen. Diese sollten dann medizinisch abgeklärt werden.
„Wir wollen ein breites Bewusstsein für das Krebsrisiko schaffen“, sagt Frauke Retzlaff, Koordinatorin der OnkoAkademie am CCC-MV. „Durch Sensibilisierung, Früherkennung und individuelle Vorsorge lassen sich Berührungsängste abbauen, gerade bei einer so häufig auftretenden Krebsart wie Brustkrebs. Es ist aber auch schön zu sehen, dass das Thema Früherkennung bei vielen Frauen schon bekannt ist.“
Sport als Partner der Krebsprävention
Die Zusammenarbeit mit dem HC Empor Rostock ermöglicht es der Universitätsmedizin und dem CCC-MV, Menschen auch außerhalb medizinischer Einrichtungen zu erreichen. Ein Sportereignis wie das Pinktober-Derby schafft einen ungezwungenen Anlass, Fragen zu stellen, sich über Früherkennung zu informieren und weiterführende Beratungs- und Unterstützungsangebote kennenzulernen. Damit ergänzt die Aktion die Informations- und Präventionsangebote des CCC-MV um einen Ort, an dem viele Menschen zusammenkommen, die sich im Alltag sonst vielleicht nicht gezielt mit dem Thema Krebs beschäftigen.
Weitere Informationen zu den Angeboten des CCC-MV:
Für Patienten
Kontakt
Dr. Christian Taszarek
Wissenschaftskommunikation
Comprehensive Cancer Center Mecklenburg-Vorpommern (CCC-MV)
Universitätsmedizin Rostock














