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Neuer Direktor übernimmt Klinik für Nuklearmedizin an der Universitätsmedizin Rostock

02. October 2026
Mann mit Brille und Bart trägt weißen Kittel vor einem Gebäude mit weißen Wänden und grüner Tür

Prof. Dr. Christian Furth ist neuer Direktor der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin. Bildquelle: Universitätsmedizin Rostock

Prof. Dr. Christian Furth tritt Spitzenposition in der Nuklearmedizin an und erweitert Expertise für moderne Hybridbildgebung

Rostock – Die Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin der Universitätsmedizin Rostock steht seit dem 1. Oktober unter der Leitung von Prof. Dr. Christian Furth. Der ausgewiesene Experte für Hybridbildgebung wechselt von der Charité – Universitätsmedizin Berlin an die Universitätsmedizin Rostock, in der er zuletzt leitender Oberarzt der Klinik für Nuklearmedizin sowie stellvertretender Leiter des Arbeitsbereichs Klinische Nuklearmedizin war. Zuvor war er am Universitätsklinikum Magdeburg und an der Charité wissenschaftlich und klinisch tätig.

Dr. Christiane Stehle, Vorstandsvorsitzende und Ärztliche Vorständin, sieht in der Berufung einen wichtigen Schritt für die weitere Entwicklung des Fachgebiets. „Mit Christian Furth übernimmt ein national und international anerkannter Arzt und Wissenschaftler die Leitung unserer Klinik. Er verbindet klinische Exzellenz mit großer Erfahrung in der modernen Hybridbildgebung und in der translationalen Forschung. Ich freue mich sehr, dass wir ihn für Rostock gewinnen konnten. Die Nuklearmedizin entwickelt sich derzeit mit hoher Geschwindigkeit. Prof. Furth bringt beste Voraussetzungen mit, um die Chancen neuer diagnostischer und therapeutischer Verfahren für Forschung und Patientenversorgung weiter auszubauen.“

Die Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin gehört zu den zentralen Einrichtungen der bildgebenden und molekularen Medizin an der Universitätsmedizin Rostock. Insbesondere die Verbindung von Diagnostik und Therapie gewinnt durch den medizinischen Fortschritt zunehmend an Bedeutung. Moderne Hybridverfahren ermöglichen eine immer präzisere Erkennung von Erkrankungen und schaffen die Grundlage für individuell abgestimmte Behandlungsstrategien.

„Die Nuklearmedizin erlebt derzeit einen tiefgreifenden Wandel. Fortschritte in der molekularen Bildgebung ermöglichen es uns, Krankheiten immer genauer zu charakterisieren und Behandlungen passgenauer auszuwählen. Besonders die Theranostik eröffnet hier neue Möglichkeiten: Dabei nutzen wir dieselbe biologische Zielstruktur einer Erkrankung zunächst für die Diagnostik und anschließend für eine gezielte Therapie. So können wir Behandlungen immer individueller auf unsere Patientinnen und Patienten abstimmen. Die Universitätsmedizin Rostock verfügt über hervorragende Voraussetzungen, diese Entwicklungen wissenschaftlich mitzugestalten und in die klinische Anwendung zu bringen. Darauf freue ich mich sehr“, sagt Prof. Furth.

Für Prof. Furth ist der Wechsel nach Rostock auch mit einer persönlichen Rückkehr in seine Heimatregion verbunden. Er ist in Mecklenburg-Vorpommern aufgewachsen und fühlt sich dem Land bis heute eng verbunden. „Eine Universitätsmedizin trägt aus meiner Sicht nicht nur Verantwortung für Spitzenmedizin, Forschung und Lehre. Gerade in einem Flächenland wie Mecklenburg-Vorpommern hat sie auch die Aufgabe, medizinischen Fortschritt für die Menschen in der gesamten Region verfügbar zu machen, Nachwuchs auszubilden und hochqualifizierte Fachkräfte langfristig für das Land zu gewinnen. Daran möchte ich gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Klinik arbeiten.“

Mit Prof. Furth gewinnt die Universitätsmedizin Rostock einen Nuklearmediziner, der Wissenschaft, Diagnostik und klinische Versorgung gleichermaßen geprägt hat. Der gebürtige Neubrandenburger studierte Humanmedizin in Gießen und Berlin, habilitierte sich 2015 und wurde für seine wissenschaftlichen Arbeiten mehrfach ausgezeichnet. Seit 2021 ist er Vorsitzender der Berlin-Brandenburgischen Gesellschaft für Nuklearmedizin.