Rostock – Die neurologische Intensivstation der Universitätsmedizin Rostock hat ihr 30-jähriges Bestehen mit einer Spezial-Fortbildung am gestrigen Mittwoch, 23. September, gefeiert. Seit drei Jahrzehnten versorgen dort erfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dort kritisch kranke Patientinnen und Patienten mit schweren neurologischen Erkrankungen und akuten neurologischen Notfällen. Die neurologische Intensivstation ist die einzige ihrer Art in Mecklenburg-Vorpommern.
„30 Jahre neurologische Intensivmedizin an der Universitätsmedizin Rostock stehen für große fachliche Erfahrung und ein Team, das sich über viele Jahre hinweg eine hohe Expertise in der Behandlung schwer erkrankter neurologischer Patientinnen und Patienten aufgebaut hat. Diese Erfahrung ist ein wichtiger Teil unserer täglichen Arbeit und kommt unseren Patientinnen und Patienten unmittelbar zugute“, sagt Prof. Dr. Alexander Storch, Direktor der Klinik und Poliklinik für Neurologie.
Die neurologische Intensivstation ist eine von drei Intensivstationen im Zentrum für Intensivmedizin der Universitätsmedizin Rostock. Ihr Behandlungsspektrum umfasst schwere Schlaganfälle und weitere neurologische Erkrankungen, die eine intensive Überwachung und Therapie erfordern. Die langjährige Erfahrung des ärztlichen und pflegerischen Teams kommt dabei insbesondere Patientinnen und Patienten mit komplexen und akut lebensbedrohlichen Krankheitsverläufen zugute.
Eine wichtige Veränderung in der jüngeren Geschichte der Station war der Umzug vom Campus der Universitätsmedizin Rostock in Gehlsdorf an den Campus Schillingallee. Hier liegen Hubschrauberlandeplatz, zentrale Notaufnahme, Radiologie und neurologische Intensivstation deutlich näher beieinander.
Viele intensivpflichtige neurologische Patientinnen und Patienten leiden an zeitkritischen Erkrankungen wie schweren Schlaganfällen, Status epilepticus oder Meningitis. „Hier zählt jede Minute. Diagnostik und Therapie können jetzt in einem Haus und mit deutlich kürzeren Wegen erfolgen. Gleichzeitig steht uns die Expertise der angrenzenden Fachdisziplinen unmittelbar zur Verfügung“, betont Prof. Dr. Matthias Wittstock, Leitender Oberarzt in der Klinik und Poliklinik für Neurologie.
Auch bei neurologischen Notfällen von Kindern und Jugendlichen ermöglicht der gemeinsame Standort eine engere Zusammenarbeit. Die Klinik und Poliklinik für Neurologie arbeitet dabei mit der Kinder- und Jugendklinik zusammen. „Beispielsweise sind schwere Schlaganfälle im Zusammenhang mit akuten Herzerkrankungen bei Kindern und Jugendlichen selten, dann aber meist schwerwiegend. Durch die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit mit der Kinder- und Jugendklinik können wir diese Patientinnen und Patienten schneller gemeinsam beurteilen und behandeln. Die notwendige fachliche Expertise lässt sich dadurch unmittelbar zusammenführen“, ergänzt Prof. Storch.














