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5. Rostocker Krebs-Selbsthilfe-Tag: Austausch, Information und Orientierung für Betroffene

02. July 2026
Sechs Personen stehen nebeneinander vor einer Backsteinwand mit Informationsbannern, eine Frau spricht mit Mikrofon auf einer kleinen Bühne

Die Partner des Onkologischen Selbsthilfe-Netzwerks Rostock begrüßen die Gäste. Bildquelle: CCC-MV

Frau mit kurzem dunklem Haar in weißem Blazer und gestreifter Hose spricht in Mikrofon vor Werbebannern und Backsteinwand.

Oberbürgermeisterin Eva-Maria Kröger eröffnet den 5. Rostocker Krebs-Selbsthilfe-Tag und hebt die Bedeutung der Selbsthilfegruppen hervor. Bildquelle: CCC-MV

Mann in weißem Poloshirt und Frau in schwarzem Kleid mit Blumenmuster stehen im Garten vor einer Gruppe sitzender und stehender Menschen bei einer Veranstaltung

Paul Kalata (klinischer Koordinator des Onkologischen Zentrums) und Kristin Schünemann (Koordinatorin für Gesundheitsförderung der Stadt Rostock) organisieren den Krebs-Selbsthilfe-Tag mit. Bildquelle: CCC-MV

Menschen stehen und unterhalten sich bei einer Veranstaltung im Freien vor einem Backsteingebäude mit Fenstern und begrünten Büschen

Der Krebs-Selbsthilfe-Tag und die Informationsstände der Selbsthilfegruppen boten Anlass zur Vernetzung und zum Erfahrungsaustausch. Bildquelle: CCC-MV

Vier Personen stehen vor einer Gruppe sitzender Zuhörer in einem Raum mit Backsteinwand und Bannern im Hintergrund, eine Frau spricht in ein Mikrofon

Beim Podiumsgespräch konnten die Gäste ihre individuellen Fragen stellen und Antworten der Expertinnen und Experten bekommen. Bildquelle: Paul Kalata

Im Kulturhistorischen Museum Rostock kamen Patientinnen und Patienten, Angehörige, Selbsthilfegruppen und Fachleute zusammen. Die Universitätsmedizin Rostock brachte ihre Expertise insbesondere zum Thema Ernährung bei Krebs ein.

Beim 5. Rostocker Krebs-Selbsthilfe-Tag am 30. Juni 2026 im Kulturhistorischen Museum Rostock haben sich Betroffene, Angehörige, Fachleute und Selbsthilfegruppen aus Rostock und der Region über Fragen rund um das Leben mit Krebs ausgetauscht. Im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltung stand das Thema Ernährung bei Krebs – ein Bereich, der viele Betroffene unmittelbar in Therapie, Nachsorge und Alltag beschäftigt.

Eröffnet wurde der Selbsthilfe-Tag von Rostocks Oberbürgermeisterin Eva-Maria Kröger. Sie betonte: „Eine alternde Gesellschaft stellt auch unsere Stadt vor neue Aufgaben. Gerade vor dem Hintergrund eines von Kürzungen bedrohten Gesundheitssystems wird die Bedeutung auch von Krebs-Selbsthilfegruppen steigen.“

Im fachlichen Programm informierten Gesine Roß von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung – Sektion Mecklenburg-Vorpommern und Nora Röder von der Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern e. V. über gesundes und genussvolles Essen. Beiträge aus der Universitätsmedizin Rostock gestalteten die Diätassistentin Kristina Dienemann von der Universitätsmedizin Rostock Service GmbH sowie Julia Peter aus der Gastroenterologie der Universitätsmedizin Rostock. Sie sprachen unter anderem über Mangelernährung bei Krebserkrankungen, praktische Unterstützung im Alltag und verbreitete Mythen rund um die sogenannte Krebsernährung.

„Selbsthilfegruppen sind eine echte Lebenshilfe“, sagte Paul Kalata, klinischer Koordinator am Onkologischen Zentrum der Universitätsmedizin Rostock. „Selbsthilfe entspricht nicht dem klassischen Klischee eines Stuhlkreises. In den Gruppen ist so viel wertvolles Wissen gebündelt, zu allen Facetten des Lebens mit der Erkrankung, der Therapie und der Nachsorge, das kann ein Arzt oft nicht leisten. Es geht in den Gruppen aber auch um Orientierung im Alltag, Hoffnung und Zusammenhalt.“

Veranstaltet wurde der Krebs-Selbsthilfe-Tag vom Onkologischen Selbsthilfe-Netzwerk Rostock. In dem 2020 gegründeten Netzwerk arbeiten die Universitätsmedizin Rostock mit ihrem Onkologischen Zentrum und dem übergreifenden Comprehensive Cancer Center Mecklenburg-Vorpommern (CCC-MV), das Gesundheitsamt der Hanse- und Universitätsstadt, die Selbsthilfekontaktstelle Rostock e. V., die Krebsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern e. V. sowie die onkologischen Selbsthilfegruppen im Raum Rostock zusammen. Das Netzwerk möchte Menschen mit einer Krebserkrankung besser vernetzen, Informationen zugänglich und Unterstützungsangebote sichtbar machen.

Der Krebs-Selbsthilfe-Tag hat gezeigt, wie wichtig verständliche Informationen, persönliche Begegnungen und verlässliche Netzwerke für Menschen mit einer Krebserkrankung sind. Weitere Informationen zum Thema Ernährung bei Krebs stellt das Onkologische Zentrum der Universitätsmedizin Rostock online zur Verfügung.

Ansprechpartner für Selbsthilfe:
Selbsthilfekontaktstelle im Netzwerk e.V.
Kuphalstraße 77
18069 Rostock

0381 490 4925

selbsthilfe-rostock.de