Rostock – Seit Anfang April verfügt die Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie wieder über ihre vollständigen bisherigen Kapazitäten mit zwei geschützten Stationen und 38 Behandlungsbetten. Möglich wurde dies, weil beide geschützten Stationen nach Sanierungsmaßnahmen nun in einem gemeinsamen Gebäude untergebracht sind. Aufgrund eines Brandes auf einer geschützten Station im vergangenen September war die stationäre Versorgung von akutpsychiatrisch erkrankten Patientinnen und Patienten stark eingeschränkt. Mittelfristig wird nach weiteren Sanierungsarbeiten eine dritte geschützte Station eröffnet.
„Mit der Wiederherstellung der beiden geschützten Stationen haben sich die Bedingungen für die Versorgung akut psychisch erkrankter Menschen deutlich verbessert. Gleichzeitig erfolgt die Behandlung weiterhin unter hoher Auslastung. Gerade in Krisensituationen ist es entscheidend, dass wir kurzfristig geeignete stationäre Behandlungsangebote vorhalten können“, ordnet Prof. Dr. Dr. Johannes Thome, Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie ein.
Für Carsten Krüger, Kaufmännische Leitung des Departments für Psychosoziale Medizin, ist dieser Schritt auch Ausdruck einer starken gemeinschaftlichen Leistung. „Wir haben in den vergangenen Monaten unter anspruchsvollen Bedingungen eng zusammengearbeitet und eine tragfähige Lösung geschaffen, die unseren Patientinnen und Patienten zugutekommt. Nochmals möchte ich mich für die äußerst pragmatische Kooperation aller Beteiligter bedanken. Das gilt nicht nur für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sondern auch für unsere zahlreichen externen Partner, die uns in den vergangenen herausfordernden Monaten im Sinne unserer Patientinnen und Patienten bestmöglich unterstützt haben“, sagt Krüger.
Katja Gräfe, Pflegerische Leitung des Departments für Psychosoziale Medizin, beschreibt die Auswirkungen auf den klinischen Alltag aus pflegerischer Sicht: „Der Umzug in ein gemeinsames Gebäude verbessert die Abläufe deutlich und stärkt die Zusammenarbeit im multiprofessionellen Team, was sich unmittelbar positiv auf die Betreuung unserer Patientinnen und Patienten auswirkt“, erklärt Gräfe. Sie betont zudem, dass die intensive Zusammenarbeit in den vergangenen Monaten eine wichtige Grundlage für die jetzige Stabilität geschaffen habe.
Nach weiteren Sanierungsarbeiten plant die Klinik mittelfristig, drei geschützte Stationen vorzuhalten. Damit wird die Behandlungskapazität für akutpsychiatrisch erkrankte Patientinnen und Patienten nachhaltig erweitert und strukturell gesichert. Mit dem geplanten Psychiatrie-Neubau sollen die Behandlungskapazitäten weiter ausgebaut werden, sodass dann bis zu vier geschützte Stationen zur Verfügung stehen.














