Rostock – Die Universitätsmedizin Rostock und das Klinikum Südstadt Rostock haben am 7. Juli 2026 interessierte Anwohnerinnen und Anwohner über den aktuellen Stand des gemeinsamen Eltern-Kind-Zentrums (ELKI) informiert. Rund 35 Gäste nahmen an der Veranstaltung in der Mitarbeiterkantine „Doc(k)seven“ der Universitätsmedizin Rostock teil. Vorgestellt wurden das medizinische Leitbild, die Organisationsstruktur, die bauliche Entwicklung sowie die Zusammenarbeit mit externen Partnern. Im Anschluss nutzten zahlreiche Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, Fragen zu stellen, Anregungen einzubringen und mit den Verantwortlichen ins Gespräch zu kommen.
„Die Zusammenarbeit zwischen der Universitätsmedizin Rostock und dem Klinikum Südstadt Rostock in der Kindermedizin ist bereits heute sehr eng. Mit dem Eltern-Kind-Zentrum schaffen wir die Grundlage, die Kompetenzen beider Häuser künftig noch stärker miteinander zu verzahnen und die Zusammenarbeit weiter auszubauen“, sagte Dr. Christiane Stehle, Vorstandsvorsitzende und Ärztliche Vorständin der Universitätsmedizin Rostock. Der persönliche Austausch mit den Anwohnerinnen und Anwohnern sei dabei ein wichtiger Bestandteil des gemeinsamen Projekts.
Das Eltern-Kind-Zentrum entsteht als gemeinsame Einrichtung der Universitätsmedizin Rostock und des Klinikums Südstadt Rostock. Beide Partner bündeln ihre jeweiligen medizinischen Kompetenzen und entwickeln die Versorgung von Schwangeren, Neugeborenen, Kindern und Jugendlichen standortübergreifend weiter. Zugleich werden die baulichen Voraussetzungen an beiden Standorten geschaffen, um die Zusammenarbeit künftig noch enger zu organisieren.
„Ein Vorhaben dieser Größenordnung lebt davon, dass wir die Öffentlichkeit regelmäßig über den Fortschritt informieren und Fragen offen beantworten“, erklärte Prof. Dr. Jan P. Roesner, Ärztlicher Direktor am Klinikum Südstadt Rostock. Der Informationsabend habe gezeigt, dass großes Interesse an der Entwicklung des Eltern-Kind-Zentrums bestehe. „Deshalb werden wir den Dialog fortsetzen. In den kommenden Monaten ist ein weiterer Informationsabend am Klinikum Südstadt Rostock geplant.“
Während der Veranstaltung erhielten die Gäste einen Überblick über die medizinische Konzeption des Eltern-Kind-Zentrums, die Aufgaben des gemeinsamen Medical Boards sowie die nächsten Schritte der baulichen Entwicklung. Darüber hinaus erläuterten Vertreterinnen und Vertreter beider Einrichtungen, wie die enge Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Fachdisziplinen und weiteren Partnern organisiert wird.
„Das Eltern-Kind-Zentrum verbindet die pädiatrischen, neonatologischen, geburtshilflichen und kinderchirurgischen Kompetenzen beider Standorte in einer gemeinsamen Struktur“, sagte Prof. Dr. Almut Meyer-Bahlburg, Sprecherin des ELKI-Medical Boards sowie Direktorin der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin der Universitätsmedizin Rostock. Das Medical Board arbeite bereits intensiv an gemeinsamen Behandlungsstandards, digitalen Strukturen und abgestimmten Versorgungsprozessen. „Unser Ziel ist es, dass Kinder und Jugendliche unabhängig vom Behandlungsort von einheitlichen Qualitätsstandards und einer eng abgestimmten Versorgung profitieren.“
„Mit der ersten Förderzusage zu Jahresbeginn in Höhe von 30 Millionen Euro hat das Eltern-Kind-Zentrum den entscheidenden Startschuss erhalten. Seitdem arbeiten wir gemeinsam mit Hochdruck daran, aus der gemeinsamen Vision konkrete Versorgungsstrukturen zu entwickeln“, unterstrich Dr. Ralf Jürgensen, Leitender Oberarzt der Klinik für Neonatologie am Klinikum Südstadt Rostock, auf der Informationsveranstaltung. „Für unsere kleinsten Patientinnen und Patienten und ihre Familien entsteht hier Schritt für Schritt ein zukunftsweisendes Versorgungsangebot.“
Auch die kinderchirurgische Zusammenarbeit wird im Rahmen des Eltern-Kind-Zentrums weiter ausgebaut. Bereits heute finden regelmäßige gemeinsame Visiten und fachübergreifende Besprechungen zur Behandlung von Patientinnen und Patienten statt. „Diese enge Abstimmung zwischen den Teams beider Häuser hat sich in der täglichen Versorgung bewährt und wird im Rahmen des Eltern-Kind-Zentrums weiter intensiviert“, sagte Prof. Dr. Stefanie Märzheuser, Direktorin der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendchirurgie. „Gerade in der Kinderchirurgie profitieren unsere Patientinnen und Patienten davon, wenn diagnostische und therapeutische Entscheidungen gemeinsam getroffen und Behandlungswege standortübergreifend abgestimmt werden.“














