Rostock – Mal sitzen sie auf einem Geländer, mal auf einem Feuermelder oder warten im Fahrstuhl auf ihren nächsten Entdecker: Winzige, nur etwa 1,5 Zentimeter kleine bunte Kunststoff-Enten sorgen derzeit in den öffentlichen Bereichen der Universitätsmedizin Rostock für Überraschung und gute Laune. Wer sie dort platziert, ist unbekannt, doch die kleinen Figuren an ungewöhnlichen Orten zaubern den Findern immer wieder ein Lächeln ins Gesicht.
Die Idee, kleine Enten als freundliche Überraschung an öffentlichen Orten zu platzieren, hat sich in den vergangenen Jahren von einer Internet-Community zu einem internationalen Mitmachtrend entwickelt. Ihren Ursprung hat sie in der sogenannten „Duck Duck Jeep“-Bewegung, bei der Jeep-Fahrer einander kleine Enten als nette Geste hinterlassen. Inzwischen werden bunte Figuren auch an vielen anderen Orten ausgelegt oder versteckt. Einfach, um anderen eine kleine Freude zu bereiten.
Zu den glücklichen Entdeckern gehört auch Axel Siebert. Der 59-Jährige hat bereits einen mehrwöchigen Krankenhausaufenthalt hinter sich. Bei Spaziergängen durch die Flure der Unimedizin entdeckte er gemeinsam mit seiner Frau inzwischen fünf der kleinen Enten. „Ich wusste zunächst gar nicht, was es damit auf sich hat. Meine Frau kannte den Trend aber“, erzählt Siebert. „Ich weiß inzwischen, dass die Enten platziert werden, um anderen eine Freude zu machen. Und ich muss sagen: Es funktioniert. Sie geben einem hier in der Klinik irgendwie auch Hoffnung und Motivation.“
Gerade in einer Zeit, die von Sorgen und gesundheitlichen Herausforderungen geprägt ist, seien die kleinen Überraschungen für ihn etwas Besonderes gewesen. Auch das Stationspersonal staunte über die Entdeckungen, denn den Trend kannte dort bislang niemand.
Wer die Mini-Enten in die Unimedizin gebracht hat, bleibt weiterhin ein Geheimnis. Für Axel Siebert ist jedoch klar, welche Wirkung die bunten Figuren entfalten können. „Vielleicht stelle ich meine Enten auch in der Klinik auf, wenn ich entlassen werde. Dann haben andere genauso viel Freude daran, wie ich sie als Entdecker hatte“, sagt der 59-Jährige lächelnd.
„Die kleinen Mini-Enten zeigen, dass oft schon eine einfache, unerwartete Geste ausreicht, um den Klinikalltag für einen Moment heller und freundlicher zu machen“, so Prof. Dr. Clemens Schafmayer, Direktor der Klinik und Poliklinik für Allgemein-, Viszeral-, Thorax-, Gefäß- und Transplantationschirurgie.















