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Nichtrauchen ist cool: Krebsprävention für Jugendliche

17. September 2026
Vorlesungssaal mit vielen Studierenden, Dozentin vor Tafel und Projektionsfläche mit Diagramm und Text

Bei „Nichtrauchen ist cool“ lernen Schülerinnen und Schüler, welche Folgen Rauchen für den Körper haben kann. Allein 2026 erreicht das CCC-MV mit dem Präventionsangebot mehr als 700 Jugendliche. (Foto: CCC-MV)

Person in Arztkittel mit Stethoskop steht vor Projektionsleinwand mit Text 'Nichtrauchen ist cool'

Dr. med. Anett Seifert erklärt den Schülerinnen und Schülern, wie Tabakrauch den Körper schädigt und warum Rauchen das Risiko für Krebserkrankungen erhöht. (Foto: CCC-MV)

Bei „Nichtrauchen ist cool“ lernen Schülerinnen und Schüler an der Universitätsmedizin Rostock, was Rauchen im Körper anrichten kann. Ärztinnen und Ärzte verbinden medizinisches Wissen mit Einblicken in die Lunge und persönlichen Erfahrungen von Krebspatientinnen und -patienten. Allein 2026 nahmen mehr als 700 Jugendliche an dem Präventionsangebot teil.

Das Angebot verbindet schulische Gesundheitsbildung mit Erfahrungen aus der klinischen Medizin. Ärztinnen und Ärzte der Universitätsmedizin erklären den Jugendlichen nicht nur, welche gesundheitlichen Folgen Rauchen haben kann. Sie zeigen ihnen auch, was diese Folgen in der medizinischen Praxis bedeuten. Organisiert wird die zweimal jährlich stattfindende Veranstaltungsreihe über das Comprehensive Cancer Center Mecklenburg-Vorpommern (CCC-MV).

Medizin anschaulich und unmittelbar vermitteln

In rund zwei Stunden nähert sich das interaktive Programm dem Thema aus drei Perspektiven. Zum Auftakt vermitteln Ärztinnen und Ärzte medizinisches Wissen und sprechen mit den Jugendlichen über Rauchen, Sucht und Krebsrisiken. Dabei geht es auch um verbreitete Annahmen über E-Zigaretten, Shishas und andere Formen des Nikotinkonsums. Denn seit einigen Jahren ist ein langjähriger Trend gekippt: 2025 bezeichneten sich nach Angaben des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit 9,6 Prozent der 12- bis 17-Jährigen als Raucherin oder Raucher. 2021 waren es noch 6,1 Prozent.

Im zweiten Teil der Veranstaltung wird sichtbar, was ansonsten meist abstrakt bleibt. Gemeinsam mit der Pneumologie der Universitätsmedizin Rostock wurde für das Projekt ein Bronchoskopie-Video erstellt. Die Aufnahmen aus dem Inneren einer krebsbefallenen Lunge geben den Jugendlichen einen unmittelbaren Eindruck davon, wie sich eine Tumorerkrankung im Körper zeigen kann.

Fragen, die im Unterricht selten gestellt werden können

Besonders persönlich wird der letzte Teil der Veranstaltung. Krebspatientinnen und -patienten berichten über ihren Krankheitsweg und darüber, wie die Erkrankung ihr Leben verändert hat. Die Jugendlichen können offen Fragen stellen, die beteiligten Ärztinnen und Ärzte moderieren das Gespräch und ordnen medizinische Zusammenhänge ein.

Vor allem diese Begegnungen bleiben häufig besonders im Gedächtnis. Schon frühere Projektwochen zeigten, dass die Schülerinnen und Schüler intensiv nachfragen – nicht nur zu Krankheit und Therapie, sondern auch zu den Folgen des Rauchens für Familie, Alltag und Lebensqualität.

Mehr als 2.000 Jugendliche bereits an der UMR erreicht

Das Präventionsangebot hat sich an der Universitätsmedizin Rostock inzwischen etabliert. Bereits vor der aktuellen Veranstaltungsreihe waren dort mehr als 1.700 Schülerinnen und Schüler über die Risiken des Rauchens aufgeklärt worden. In der vergangenen Woche kamen noch einmal über 400 dazu.

Möglich wird das durch Ärztinnen und Ärzte sowie Studierende der Universitätsmedizin Rostock, die sich neben ihren regulären Aufgaben für die Präventionswochen engagieren. Das Angebot wird über das CCC-MV auch an der Universitätsmedizin Greifswald umgesetzt und soll perspektivisch um weitere Themen der Krebsprävention erweitert werden.

Weitere Informationen:Für Schulen "Nichtrauchen ist cool"


Kontakt

Johanna Schmidt
Wissenschaftliche Koordinatorin für Outreach und Prävention
Comprehensive Cancer Center Mecklenburg-Vorpommern Campus Rostock

0381 494 45804