Das Angebot verbindet schulische Gesundheitsbildung mit Erfahrungen aus der klinischen Medizin. Ärztinnen und Ärzte der Universitätsmedizin erklären den Jugendlichen nicht nur, welche gesundheitlichen Folgen Rauchen haben kann. Sie zeigen ihnen auch, was diese Folgen in der medizinischen Praxis bedeuten. Organisiert wird die zweimal jährlich stattfindende Veranstaltungsreihe über das Comprehensive Cancer Center Mecklenburg-Vorpommern (CCC-MV).
Medizin anschaulich und unmittelbar vermitteln
In rund zwei Stunden nähert sich das interaktive Programm dem Thema aus drei Perspektiven. Zum Auftakt vermitteln Ärztinnen und Ärzte medizinisches Wissen und sprechen mit den Jugendlichen über Rauchen, Sucht und Krebsrisiken. Dabei geht es auch um verbreitete Annahmen über E-Zigaretten, Shishas und andere Formen des Nikotinkonsums. Denn seit einigen Jahren ist ein langjähriger Trend gekippt: 2025 bezeichneten sich nach Angaben des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit 9,6 Prozent der 12- bis 17-Jährigen als Raucherin oder Raucher. 2021 waren es noch 6,1 Prozent.
Im zweiten Teil der Veranstaltung wird sichtbar, was ansonsten meist abstrakt bleibt. Gemeinsam mit der Pneumologie der Universitätsmedizin Rostock wurde für das Projekt ein Bronchoskopie-Video erstellt. Die Aufnahmen aus dem Inneren einer krebsbefallenen Lunge geben den Jugendlichen einen unmittelbaren Eindruck davon, wie sich eine Tumorerkrankung im Körper zeigen kann.
Fragen, die im Unterricht selten gestellt werden können
Besonders persönlich wird der letzte Teil der Veranstaltung. Krebspatientinnen und -patienten berichten über ihren Krankheitsweg und darüber, wie die Erkrankung ihr Leben verändert hat. Die Jugendlichen können offen Fragen stellen, die beteiligten Ärztinnen und Ärzte moderieren das Gespräch und ordnen medizinische Zusammenhänge ein.
Vor allem diese Begegnungen bleiben häufig besonders im Gedächtnis. Schon frühere Projektwochen zeigten, dass die Schülerinnen und Schüler intensiv nachfragen – nicht nur zu Krankheit und Therapie, sondern auch zu den Folgen des Rauchens für Familie, Alltag und Lebensqualität.
Mehr als 2.000 Jugendliche bereits an der UMR erreicht
Das Präventionsangebot hat sich an der Universitätsmedizin Rostock inzwischen etabliert. Bereits vor der aktuellen Veranstaltungsreihe waren dort mehr als 1.700 Schülerinnen und Schüler über die Risiken des Rauchens aufgeklärt worden. In der vergangenen Woche kamen noch einmal über 400 dazu.
Möglich wird das durch Ärztinnen und Ärzte sowie Studierende der Universitätsmedizin Rostock, die sich neben ihren regulären Aufgaben für die Präventionswochen engagieren. Das Angebot wird über das CCC-MV auch an der Universitätsmedizin Greifswald umgesetzt und soll perspektivisch um weitere Themen der Krebsprävention erweitert werden.
Weitere Informationen:Für Schulen "Nichtrauchen ist cool"
Kontakt
Johanna Schmidt
Wissenschaftliche Koordinatorin für Outreach und Prävention
Comprehensive Cancer Center Mecklenburg-Vorpommern Campus Rostock















