Mit der Wahl übernimmt Prof. Dr. Susanne Singer künftig Verantwortung in einem internationalen Gremium, das die Forschung zur Lebensqualität von Krebspatienten seit vielen Jahren maßgeblich prägt. Die Quality of Life Group der EORTC entwickelt Methoden, mit denen die Auswirkungen von Krebserkrankungen und Krebstherapien auf die Lebensqualität systematisch erfasst werden können.
„Ich fühle mich durch das Vertrauen der Mitglieder sehr geehrt und möchte die Weiterentwicklung der Lebensqualitätsforschung in den kommenden Jahren aktiv unterstützen“, sagt Susanne Singer. Ihr neues Amt wird sie beim Herbsttreffen der Gruppe im September 2026 in Zagreb antreten. Dort wird sie zunächst gemeinsam mit dem aktuellen Vorsitzenden Dr. Jaap Reijneveld und dem Executive Committee an der strategischen Ausrichtung der Gruppe arbeiten.
Die Wahl ist zugleich ein sichtbarer Beweis für die internationale Wahrnehmung der an der Universitätsmedizin Rostock geleisteten patientenorientierten onkologischen Forschung. Susanne Singer ist seit 2025 Inhaberin des Lehrstuhls für Lebensqualität in der Onkologie. Dieser ist am Comprehensive Cancer Center Mecklenburg-Vorpommern (CCC-MV) angesiedelt und stärkt die Forschung an der Universitätsmedizin Rostock um ein Feld, das in der Krebsmedizin zunehmend an Bedeutung gewinnt.
In Forschung und Lehre beschäftigt sich Susanne Singer insbesondere mit der Patientenperspektive, mit psychosozialen Folgen von Krebserkrankungen sowie mit der Frage, wie Lebensqualität in Studien und Versorgung noch besser berücksichtigt werden kann. Damit verbindet ihre Arbeit klinische Forschung mit einem patientennahen Blick auf Krankheitsverläufe und Behandlungserfahrungen.
Auch innerhalb der EORTC wird ihre Wahl als Gewinn für die weitere Entwicklung der Gruppe gewertet. Der noch amtierende Vorsitzende Reijneveld betont, dass ihre Erfahrung und Perspektive eine wertvolle Bereicherung für die Arbeit des Executive Committee sein werden.
Zuletzt hatte Susanne Singer für ihre Forschung erhebliche internationale Förderung erhalten: Im Frühjahr wurde ein von ihr mitgeleitetes Projekt zur Lebensqualität bei Morbus Waldenström von der EORTC mit rund 172.000 Euro unterstützt, im letzten Jahr die Erforschung von Spätfolgen nach einer Schilddrüsenkrebsbehandlung mit 647.000 Euro.
Mit der Wahl zur Vorsitzenden wird die in Rostock geleistete Arbeit auch auf europäischer Ebene noch sichtbarer. Die Universitätsmedizin Rostock verbindet wissenschaftliche Leistung mit einer durchgängigen Orientierung an den Erfahrungen und Bedürfnissen der Betroffenen.














