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Radiologie der Universitätsmedizin Rostock erneut für exzellenten Strahlenschutz durch europäische Fachgesellschaft ausgezeichnet

09. July 2026
Zwei Männer, einer im weißen Kittel, halten eine Urkunde neben einem CT-Scanner mit einem durchsichtigen menschlichen Skelettmodell auf der Liege

Freuen sich über die erneute Auszeichnung: Dr. Matthias Lütgens (l.), verantwortlicher Medizinphysik-Experte der Radiologie, und Prof. Dr. Marc-André Weber, Direktor des Instituts und der Poliklinik für Radiologie, Kinder- und Neuroradiologie. Bildquelle: Universitätsmedizin Rostock

KI senkt Strahlendosis und sichert hochpräzise Diagnostik auf europäischem Spitzenniveau

Rostock – Die Radiologie der Universitätsmedizin Rostock ist erneut von der Europäischen Gesellschaft für Radiologie ist erneut von der Europäischen Gesellschaft für Radiologie (European Society of Radiology, ESR) mit der Fünf-Sterne-Höchstbewertung für exzellenten Strahlenschutz ausgezeichnet worden. Damit gehört die Universitätsmedizin Rostock weiterhin zu einer kleinen Gruppe deutscher Universitätskliniken, die die anspruchsvollen europäischen Qualitätsstandards vollständig erfüllen. Ausschlaggebend für die erneute Zertifizierung ist insbesondere der konsequente Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI), mit der sich die Strahlenbelastung für Patientinnen und Patienten weiter reduzieren lässt.

„Die erneute Auszeichnung bestätigt, dass wir unsere radiologische Diagnostik kontinuierlich weiterentwickeln und Innovation konsequent in die Patientenversorgung übertragen“, sagt Prof. Dr. Marc-André Weber, Direktor des Instituts und der Poliklinik für Radiologie, Kinder- und Neuroradiologie. „Nachdem wir in den vergangenen Jahren den Gerätepark und das Dosismanagement modernisiert haben, setzen wir heute verstärkt auf KI-gestützte Verfahren, um die Strahlenexposition weiter zu senken und gleichzeitig die diagnostische Qualität auf höchstem Niveau zu halten.“

Vor allem in der Computertomographie (CT) eröffnet Künstliche Intelligenz neue Möglichkeiten. Da CT-Untersuchungen aufgrund der steigenden Zahl diagnostischer Fragestellungen immer häufiger durchgeführt werden, gewinnt ein möglichst strahlensparender Betrieb weiter an Bedeutung. Moderne Rekonstruktionsverfahren ermöglichen es, auch aus deutlich dosisärmeren Aufnahmen hochpräzise und rauscharme Bilder zu berechnen.

„Noch vor wenigen Jahren wäre eine derart niedrige Strahlenexposition bei gleichbleibend hoher Bildqualität kaum vorstellbar gewesen“, erklärt Dr. Matthias Lütgens, verantwortlicher Medizinphysik-Experte der Radiologie. „Die heutigen KI-gestützten Rekonstruktionsverfahren eröffnen uns die Möglichkeit, die Dosis weiter zu reduzieren, ohne Kompromisse bei der diagnostischen Aussagekraft der Bilder eingehen zu müssen.“

Die technischen Entwicklungen werden durch hohe fachliche Kompetenz ergänzt. Seit mehreren Jahren bildet das Institut Medizinische Technologinnen und Technologen für Radiologie (MTR) selbst aus. Kontinuierliche Fort- und Weiterbildungen stellen sicher, dass die komplexen bildgebenden Systeme sicher betrieben und die Potenziale moderner Dosismanagement- und KI-Verfahren im klinischen Alltag konsequent ausgeschöpft werden.

Für Prof. Weber ist diese Verbindung aus Innovation und Qualifikation entscheidend. „Exzellenter Strahlenschutz entsteht nur, wenn modernste Technik auf hervorragend ausgebildete Mitarbeitende trifft. Deshalb investieren wir gleichermaßen in neue Technologien und in die Qualifizierung unseres eigenen Fachpersonals.“