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Rostocker Krebsforscherin erneut in wissenschaftlichen Ausschuss des RKI berufen

12. August 2026
Frau mit Brille und schwarzem Oberteil steht auf einem gepflasterten Weg im Freien mit Bäumen und Gebäuden im Hintergrund

Das Bundesgesundheitsministerium hat Prof. Dr. Susanne Singer von der Universitätsmedizin Rostock für weitere fünf Jahre in den wissenschaftlichen Ausschuss des Zentrums für Krebsregisterdaten am Robert Koch-Institut berufen. Die Wissenschaftlerin ist Inhaberin des Lehrstuhls für Lebensqualität in der Onkologie am Comprehensive Cancer Center Mecklenburg-Vorpommern (CCC-MV).

Krebsregisterdaten sind eine wichtige Grundlage, um zu untersuchen, wie häufig bestimmte Krebserkrankungen auftreten, wie sich das Krebsgeschehen entwickelt und wie sich Versorgung wissenschaftlich bewerten lässt. Das Zentrum für Krebsregisterdaten (ZfKD) am Robert Koch-Institut führt die Daten der Landeskrebsregister auf Bundesebene zusammen. Sein wissenschaftlicher Ausschuss unterstützt das ZfKD unter anderem bei der Beurteilung der Nutzung dieser Daten. Prof. Dr. Susanne Singer gehört dem Ausschuss bereits seit dem Jahr 2021 an. Mit Wirkung zum 15. September 2026 hat das Bundesministerium für Gesundheit sie nun für weitere fünf Jahre berufen.

Singer bringt langjährige Erfahrung in Epidemiologie und Versorgungsforschung in das Gremium ein. Vor ihrem Wechsel nach Rostock war sie an der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz tätig. Seit 2025 ist sie Inhaberin des Lehrstuhls für Lebensqualität in der Onkologie am CCC-MV. Zu ihren heutigen Forschungsschwerpunkten gehört insbesondere die Frage, wie sich Krebserkrankungen und ihre Behandlung auf das Leben von Patientinnen und Patienten auswirken und wie ihre Perspektive systematisch in Forschung und Versorgung einbezogen werden kann.

„Gute Krebsregisterdaten sind eine wichtige Grundlage, um zu verstehen, wie sich Krebserkrankungen entwickeln und wo Versorgung verbessert werden kann“, sagt Susanne Singer. „Das Entscheidende ist, Daten nicht nur zu sammeln, sondern sie so für die Forschung nutzbar zu machen, dass daraus Erkenntnisse für die Versorgung von Patientinnen und Patienten entstehen können. Das ZfKD liefert dafür die logistische und fachliche Grundlage.“

Prof. Dr. Jörg Haier, Direktor des CCC-MV am Standort Rostock, freut sich: „Dass Susanne Singer ihre Arbeit in diesem wichtigen Bundesgremium nun von Rostock aus fortsetzt, stärkt auch die wissenschaftliche Vernetzung unseres CCC-MV. Wir wollen Expertise nicht nur in Mecklenburg-Vorpommern bündeln, sondern uns mit unseren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aktiv in nationale und internationale Strukturen der Krebsforschung einbringen.“

Auch international übernimmt Singer weitere Verantwortung: Ab dem kommenden Jahr steht sie der Quality of Life Group der European Organisation for Research and Treatment of Cancer (EORTC) vor. Damit bringt sie ihre wissenschaftliche Expertise künftig sowohl in ein bundesweites Gremium zur Krebsregistrierung als auch in ein internationales Netzwerk der Krebsforschung ein.