Rostock – Der Seniorenbeirat der Hanse- und Universitätsstadt Rostock hat sich am Mittwoch, 16. September, bei der Universitätsmedizin Rostock über die Versorgung älterer Menschen informiert. Bei einem Rundgang durch das Interdisziplinäre Notfallzentrum (INZ) und die geriatrische Station erhielten die Mitglieder Einblicke in die Behandlung hüftnaher Frakturen und den Versorgungsalltag in der Altersmedizin.
Prof. Dr. Alexander Storch, Direktor der Klinik und Poliklinik für Neurologie, begrüßt den Austausch mit dem Seniorenbeirat. „Der direkte Austausch mit älteren Menschen ist für uns sehr wertvoll. Er hilft uns, die medizinische Versorgung auch aus Sicht derjenigen zu betrachten, die unsere Angebote nutzen. Gerade bei älteren Patientinnen und Patienten spielen neben der Behandlung der Erkrankung auch Selbstständigkeit, Mobilität und das persönliche Umfeld eine wichtige Rolle.“
Im Interdisziplinären Notfallzentrum informierten sich die Besucherinnen und Besucher über die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit hüftnahen Frakturen. Gerade nach einem Sturz benötigen ältere Menschen häufig eine rasche medizinische Abklärung und eine auf ihre besonderen Bedürfnisse abgestimmte Behandlung. Das Interdisziplinäre Notfallzentrum der Universitätsmedizin Rostock versorgt rund um die Uhr Patientinnen und Patienten mit schweren Verletzungen und akuten Erkrankungen.
„Bei älteren Patientinnen und Patienten treffen häufig mehrere gesundheitliche Probleme aufeinander. Ein Sturz kann beispielsweise nicht nur eine Verletzung verursachen, sondern auch bestehende neurologische Erkrankungen oder Einschränkungen der Beweglichkeit verschärfen. Deshalb müssen wir die gesamte gesundheitliche Situation im Blick behalten und die Behandlung frühzeitig auf die individuellen Bedürfnisse der Betroffenen ausrichten“, sagt Dr. Bijan Zendeh Zartoshti, Leiter der Sektion für Geriatrie und Altersmedizin. „Dafür müssen die verschiedenen medizinischen und therapeutischen Bereiche eng zusammenarbeiten.“
Anschließend besichtigte der Seniorenbeirat die Geriatrische Station und erhielt einen Einblick in die tägliche Versorgung älterer Patientinnen und Patienten. Die Sektion für Geriatrie und Altersmedizin gehört organisatorisch zur Klinik und Poliklinik für Neurologie. Sie behandelt unter anderem ältere Menschen nach akuten Erkrankungen, Schlaganfällen oder Operationen und berücksichtigt dabei auch Mehrfacherkrankungen sowie Einschränkungen der Mobilität und Selbstständigkeit.
Der Besuch bot dem Seniorenbeirat zudem Gelegenheit, Fragen zur Organisation der Versorgung und zu den besonderen Anforderungen älterer Menschen im Krankenhaus zu stellen. Die Sektion für Geriatrie und Altersmedizin arbeitet dabei interdisziplinär mit verschiedenen Berufsgruppen zusammen, um Patientinnen und Patienten nach akuten Erkrankungen möglichst früh wieder zu mobilisieren und ihre Rückkehr in den Alltag zu unterstützen.















