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Universitätsmedizin Rostock startet mit Weiterentwicklung des Campus Schillingallee

27. June 2026
Gruppe von Menschen steht vor einem großen Schild mit Text und Logo im Freien an einem sonnigen Tag.

Gemeinsam mit Vertretern der Landes- und Kommunalpolitik sowie der Universitätsmedizin Rostock und des Klinikums Südstadt Rostock wurde am Samstag ein ELKI-Schild enthüllt.

Gruppe von Menschen in einem Raum, im Vordergrund eine lächelnde Frau mit kurzen blonden Haaren und weißem Oberteil

Am Samstagvormittag besucht Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (M.) die Universitätsmedizin Rostock, um sich über die aktuellen Stand zum Eltern-Kind-Zentrum (ELKI) und der baulichen Erweiterung des Campus Schillingallee zu informieren.

Gruppe von Menschen steht um einen Tisch mit einem Architekturmodell aus Holz und Pappe in einem hellen Raum

Am Modell erläutert Dr. Tilmann Schweisfurth (l.) der Ministerpräsidentin Manuela Schwesig die Planungen für den Campus Schillingallee.

Drei Frauen stehen an einem Krankenhausbett, in dem ein Baby liegt, im Hintergrund medizinische Geräte und ein Fenster

Prof. Dr. Stefanie Merzhäuser (r.), Direktorin der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendchirurgie, verdeutlichte beim Besuch des kleinen Karl und seiner Mutter Nele durch Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (l.) die enge Zusammenarbeit zwischen der Universitätsmedizin Rostock und dem Klinikum Südstadt Rostock bei der Behandlung von Säuglingen.

Neues Bettenhaus und Investitionen in das Eltern-Kind-Zentrum (ELKI) sichern moderne Krankenversorgung, Forschung und Lehre

Die Universitätsmedizin Rostock hat am Samstag, 27. Juni 2026, gemeinsam mit Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, Gesundheitsministerin Stefanie Drese und Wissenschaftsministerin Bettina Martin den Start der nächsten Entwicklungsphase beim Standort für den Neubau eines Bettenhauses auf dem Campus Schillingallee eingeläutet. Mit dem Beginn der vorbereitenden Maßnahmen für das neue Bettenhaus wird die Umsetzung des Masterplans Bau weiter vorangetrieben. In den kommenden Jahren entstehen darüber hinaus ein modernes OP-Zentrum sowie weitere Gebäude für Krankenversorgung, Forschung und Verwaltung. Damit entwickelt die Universitätsmedizin Rostock ihren Campus zu einem leistungsfähigen Gesundheits-, Forschungs- und Lehrstandort weiter.

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig betonte die Bedeutung der Investitionen für die Zukunft der Universitätsmedizin Rostock und des Gesundheitsstandorts Mecklenburg-Vorpommern. „Mit der Weiterentwicklung des Campus Schillingallee investieren wir in eine moderne und leistungsfähige Gesundheitsversorgung für die Menschen in unserem Land. Gleichzeitig stärken wir Rostock als bedeutenden Standort für Spitzenmedizin, Forschung und Lehre. Es ist beeindruckend, was hier in den nächsten Jahren entstehen soll.“

Für die Universitätsmedizin Rostock markiert das Projekt den Übergang von der Planungs- in die Umsetzungsphase zentraler Bauvorhaben. Dr. Christiane Stehle, Vorstandsvorsitzende und Ärztliche Vorständin der Universitätsmedizin Rostock, sagte: „Mit dem Beginn der vorbereitenden Maßnahmen startet für uns die konkrete Umsetzung zentraler Projekte unseres Masterplans. Das neue Bettenhaus wird moderne und effiziente Strukturen für die Patientenversorgung schaffen und gleichzeitig die Zusammenarbeit der Fachbereiche auf dem Campus weiter stärken. Damit legen wir die Grundlage für zukunftsfähige klinische Prozesse und optimale Arbeitsbedingungen.“

Mit dem Beginn der vorbereitenden Maßnahmen für das neue Bettenhaus werden die nächsten Schritte der Campusentwicklung umgesetzt. Das Gebäude wird künftig unter anderem Pflegestationen, die Hämatologie und Onkologie sowie die Dialyseeinheit beherbergen. Bereits in den vergangenen Monaten fanden umfangreiche Untersuchungen des Untergrunds statt. Dabei wurde unter anderem ein im Erdreich befindliches Bunkerbauwerk vermessen und in die weiteren Planungen einbezogen. Zeitnah ist zudem der Abriss kleinerer Bestandsgebäude vorgesehen. Die Maßnahmen sind bereits mit den zuständigen Denkmalschutzbehörden abgestimmt. In enger Abstimmung mit den städtischen Ämtern erfolgt außerdem die Verlegung des Regenrückhaltebeckens. Dadurch bleibt dessen unbeabsichtigte Funktion als Teich in unmittelbarer Nähe auch künftig erhalten. Weitere infrastrukturelle Maßnahmen und Leitungsverlegungen werden in den kommenden Monaten folgen.

Eine zentrale Voraussetzung für die Umsetzung des Masterplans Bau 2038 ist die Aufstellung des Bebauungsplans (B-Plan) Campus Schillingallee, der derzeit erarbeitet wird. Ziel ist es, die Krankenversorgung auf dem Kerncampus zu bündeln und klinische Bereiche räumlich enger zusammenzuführen. Dadurch werden Abläufe für Patientinnen und Patienten sowie Beschäftigte verbessert und zugleich Flächen für Forschung, Verwaltung und weitere campusbezogene Nutzungen geordnet entwickelt.

Ein weiterer Schwerpunkt der Entwicklung ist das Eltern-Kind-Zentrum (ELKI). Das Gebäude der Kinderklinik, das am Samstag besucht wurde, wird dafür umfassend saniert, neu strukturiert und erweitert. Gemeinsam mit dem Klinikum Südstadt Rostock, der Hanse- und Universitätsstadt Rostock sowie weiteren Partnern entsteht ein standortübergreifendes Versorgungsangebot für Kinder, Jugendliche und Familien. Ergänzt wird das Konzept durch digitale und patientenorientierte Versorgungsstrukturen sowie die enge Vernetzung mit niedergelassenen Kinderärztinnen und Kinderärzten, sozialen Initiativen und weiteren Unterstützungsangeboten.

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig würdigte die Bedeutung des Projekts für Familien in Mecklenburg-Vorpommern. „Das Eltern-Kind-Zentrum ist ein starkes Signal für Familien in unserem Land. Wir wollen, dass die Kinder in unserem Land die bestmögliche medizinische Versorgung erhalten und in dieser Zeit nahe bei ihren Eltern sein können. Die enge Zusammenarbeit der beteiligten Partner sorgt dafür, dass medizinische Kompetenz gebündelt und Versorgung noch besser vernetzt wird.“

Sozial- und Gesundheitsministerin Stefanie Drese unterstrich die Bedeutung des Vorhabens für die gesundheitliche Versorgung von Kindern und Familien. „Mit der Bündelung der Kompetenzen beider Standorte werden Familien mit ganz kleinen und größeren Kindern bestmöglich versorgt. Durch die Einbindung niedergelassener Kinderärztinnen und -ärzte entsteht mit dem ELKI zudem eine sektorenübergreifende, interdisziplinäre Versorgung, die weit über die Region Rostock hinausreicht.“

Wissenschaftsministerin Bettina Martin hob die Bedeutung des ELKI für Versorgung, Forschung und Lehre hervor. „Mit dem Eltern-Kind-Zentrum stellen wir die Gesundheitsversorgung der Kinder und Jugendlichen in der Region hervorragend neu auf. Es verbindet moderne medizinische Versorgung mit universitärer Forschung und der Ausbildung künftiger Fachkräfte. Die enge Zusammenarbeit der Partner schafft hervorragende Rahmenbedingungen für eine zukunftsorientierte Kinder- und Jugendmedizin und stärkt den Gesundheits- und Wissenschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern nachhaltig.“

Prof. Dr. Almut Meyer-Bahlburg, Direktorin der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin sowie Sprecherin des ELKI-Medical Boards, sagte: „Mit dem Eltern-Kind-Zentrum bündeln wir Kompetenzen und schaffen so die Voraussetzungen für eine abgestimmte und zukunftsorientierte Versorgung von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien. Entscheidend ist dabei die enge Zusammenarbeit aller beteiligten Partner.“ Das ELKI-Medical Board definiert die medizinische Strategie, koordiniert die interdisziplinäre und sektorübergreifende Zusammenarbeit der Partner und entwickelt gemeinsame Qualitätsstandards sowie Versorgungsstrukturen weiter.