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1. Rostocker Palliativtag erkundet neue Ideen und Konzepte: Mehr als 100 Fachkräfte und Ehrenamtler erwartet/Tagung soll in Serie gehen

13. March 2012

Am 16. und 17. März findet in Rostock der „1. Rostocker Palliativtag“ statt. Er steht unter dem Motto „Voneinander lernen“.

Fachkräfte und Ehrenamtler aus Mecklenburg-Vorpommern und darüber hinaus kommen zusammen, um sich auszutauschen und fortzubilden. In Workshops erarbeiten Referenten gemeinsam mit den Teilnehmern Lösungen für Probleme, die im Umgang mit Palliativpatienten auftreten können und diskutieren Erfahrungen. Ziel ist dabei, Ideen zu sammeln und neue Strategien für die Betreuung von Sterbenden und ihren Angehörigen zu entwickeln. Bereits über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sich angemeldet. Organisiert wird die Veranstaltung von dem „Interdisziplinären Bereich für Palliativmedizin“ der Universitätsmedizin Rostock.

 

„Die Palliativmedizin, also der Umgang mit Patienten, welche mit einer lebensbegrenzenden Erkrankung konfrontiert sind, ist eines der schwierigsten Gebiete der Medizin“, sagt Professor Dr. Christian Junghanß, Leiter des Bereichs Interdisziplinäre Palliativmedizin an der Universitätsmedizin Rostock. Die Betreuung von Patienten mit schweren, unheilbaren Krankheiten bedarf spezieller Kenntnisse und stellt an die Betreuenden oft hohe Ansprüche. So müssen besondere Formen der Zusammenarbeit der verschiedenen medizinischen und pflegerischen Disziplinen entwickelt und an die äußeren Gegebenheiten angepasst werden. „Wir wollen dafür sorgen, dass die verschiedenen Versorgungsstrukturen immer besser ineinandergreifen“, so Professor Junghanß. „Wir sehen uns selber dabei immer noch in einem Lernprozess.“

 

„Wir veranstalten seit zwei Jahren einmal monatlich Diskussions-Foren und haben festgestellt, dass der Bedarf, sich auszutauschen, sehr groß ist“, so Professor Junghanß. „Aus diesem Grund bieten wir beim 1. Rostocker Palliativtag eine Podiumsdiskussionen und vor allem Workshops an, die sich u.a. mit der Kommunikation im Team, der Ernährung, aber auch dem Umgang mit Sterben und Tod auseinandersetzen.“ Auch praktische medizinische Themen wie die Wundversorgung oder die Komplementärmedizin werden bearbeitet. Wegen der Interdisziplinarität des Fachgebietes sind ausdrücklich alle Berufsgruppen gebeten, sich zu beteiligen – von Pflegekräften über Ärzte bis hin zu beispielsweise Sozialarbeitern oder ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der ambulanten Pflege. „Zentrales Anliegen ist, dass wir voneinander lernen“, so Professor Junghanß.

 

Die Universitätsmedizin Rostock verfügt seit zweieinhalb Jahren über den Interdisziplinären Bereich für Palliativmedizin. „Damit gehören wir schon zu den älteren Einrichtungen in diesem insgesamt noch sehr jungen Gebiet“, sagt Professor Junghanß. In der Palliativmedizin der Universitätsmedizin Rostock arbeiten Kolleginnen und Kollegen mit einer ärztlichen oder pflegerischen speziellen palliativmedizinischen Zusatzausbildung.

 

16. und 17. März 2012, 1. Rostocker Palliativtag, Audimax der Universität Rostock, Ulmenstraße, 18057 Rostock (www.palliativmedizin-rostock.de)