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Aktuelles

Depression und Demenz nehmen im Alter zu

04. September 2019
Nervenheilkunde

Zwei Veranstaltungen am Zentrum für Nervenheilkunde geben Einblicke

Zu gleich zwei Veranstaltungen lädt das Zentrum für Nervenheilkunde ein. Los geht es mit dem Rostocker Psychiatriepflegetag am 11. September. Dort können sich Pflegekräfte, Angehörige und Interessierte über die Inhalte der Gerontopsychiatrie informieren.


Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko, an einer psychiatrischen Störung zu erkranken. Die Gerontopsychiatrie in Gehlsdorf ist genau darauf ausgerichtet und befasst sich mit der Diagnostik, Therapie und Vorsorge von psychischen Erkrankungen ab einem Alter von 65 Jahren. Neben häufig depressiven Störungen erkranken die meisten Menschen an Demenz. Pflegekräfte werden bei dem Info-Tag aufgeklärt, wie sie noch besser auf die Bedürfnisse der Patienten eingehen können, ohne dabei zu vergessen, auf sich selbst achtzugeben. In Workshops informieren Experten daher unter anderem über Alltagsbewältigung oder geben in einer szenischen Lesung zum Thema „Herz über Kopf - die Sprache der Demenz “ Einblicke. „Nicht nur den Fachkräften, sondern am Vormittag auch den Angehörigen möchten wir mit unserem Psychiatriepflegetag die Möglichkeit bieten, den Umgang mit einer psychischen Erkrankung zu erleichtern und besser zu verstehen“, sagt Ute Fricke, Pflegedienstleitung am Zentrum für Nervenheilkunde der Unimedizin Rostock.

In der zweiten Veranstaltung, dem traditionsreichen, jährlichen, nunmehr 17. Hansesymposium, am 13. und 14. September, steht die Bedeutung innovativer Therapien in der Psychiatrie im Mittelpunkt. Dabei wird ein besonderer Blick auf die Alzheimer-Erkrankung, die Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störungen (ADHS), Depressionen und Schizophrenie gelegt. Zudem wird über die neuesten Erkenntnisse in der Psychiatrie berichtet, wie Arzneimittel wirken und abgebaut werden. Dieser sogenannte Stoffwechsel ist genetisch bedingt von Patient zu Patient unterschiedlich. „Unser alljährliches Symposium erfreut sich wachsender Beliebtheit und regt zu klinisch-wissenschaftlichen Diskussionen an. Dazu laden wir hochkarätige Referenten ein, die ihren Fokus auf Diagnostik und Therapie legen werden“, sagt Prof. Johannes Thome, Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Unimedizin Rostock. Die Veranstaltung richtet sich an Mediziner, Psychologen, Psychotherapeuten, Fachleute, Studierende und alle an der Diagnostik und Therapie in Psychiatrie und Psychotherapie Interessierte.

Was: 7. Rostocker Psychiatriepflegetag
Wann: 11. September, 9 bis 15:30 Uhr
Wo: Zentrum für Nervenheilkunde, Gehlsheimer Str. 20, 18147 Rostock

Was: 17. Hansesymposium
Wann: 13. September 13 bis 18 Uhr und 14. September, 9:30 bis 13 Uhr
Wo: Hörsaal im Zentrum für Nervenheilkunde, Gehlsheimer Str. 20, 18147 Rostock