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Eine Füllung fürs Phantomgebiss

09. January 2017

Assistenzzahnärztin Fanny Österreich erklärt Student Nils Kropla am Phantomkopf wichtige Handgriffe.

Simulationslabor für angehende Zahnärzte neu ausgestattet

Den Mund schön weit auf und los geht’s: Wer die Zähne von Patienten behandelt, muss perfekt ausgebildet sein. Um angehende Zahnärzte auf ihren späteren Berufsalltag vorzubereiten, gibt es an der Unimedizin Rostock den Phantomsaal: ein Simulationslabor, ausgestattet mit 20 Phantom-Einheiten, die Oberkörper, Kopf und Mundhöhle von echten Menschen nachahmen. Seit dem Semesterstart üben die Studenten in einem komplett neu ausgestatteten Labor.

„Unsere neuen Simulationseinheiten sind das technisch Hochwertigste, das derzeit zur Verfügung steht“, sagt Prof. Dr. Peter Ottl, Geschäftsführender Direktor der Zahnklinik und Direktor der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik und Werkstoffkunde. Jeder Dummy ist an einem modernen Behandlungsplatz untergebracht, der mit den gleichen Geräten ausgestattet ist wie ein Zahnarztstuhl. „So erlernen unsere Studenten eine sorgfältige Behandlungstechnik und können alle Maßnahmen üben, die sie später auch am Patienten vornehmen werden, von der Zahnpräparation über die Herstellung von Füllungen, Kronen und Brücken bis hin zum Einsetzen von Implantaten.“ Besonderer Vorteil: Die Phantome verfügen über Kiefermodelle, Wangen- und Lippenweichteile aus Silikon sowie eine einstellbare Kieferöffnung. „Die Studenten trainieren die Behandlungsschritte unter den beengten Verhältnissen der Mundhöhle und somit eingeschränkter Sicht“, so Ottl. „Das ist nicht einfach - aber sehr realistisch.“

Der Dekan der Medizinischen Fakultät Prof. Dr. Emil Reisinger betont, dass mit der Anschaffung der neuen Phantomköpfe die praktische Ausbildung der Zahnmedizinstudenten auf höchstem Niveau gewährleistet ist.

Über die Chance, am Modell zu lernen, bevor  im nächsten Jahr an die Patientenbehandlung geht, freut sich auch Fünft-Semester Nils Kropla: „Es macht Spaß, mich auszuprobieren, und gibt mir mehr Sicherheit.“ Assistenzzahnärztin Fanny Österreich, die den Nachwuchs anleitet, hat zuvor an den älteren  Simulationseinheiten gearbeitet, die seit 2004 in der Klinik zur Verfügung standen. „Die neuen Phantome sind toll“, sagt sie. „Jetzt haben wir viel mehr Möglichkeiten, die Studenten auf die Patientenbehandlung vorzubereiten.“

Der Dekan der Medizinischen Fakultät Prof. Dr. Emil Reisinger betont, dass mit der Anschaffung der neuen Phantomköpfe die praktische Ausbildung der Zahnmedizinstudenten auf höchstem Niveau gewährleistet ist.