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Erster strukturierter Promotionsstudiengang für die Regenerative Medizin: Offizielle Auftaktveranstaltung am 17. Dezember 2011

16. December 2011

Absolventen naturwissenschaftlicher Fächer sowie Medizinstudenten können ab sofort einen Graduiertenstudiengang zur Regenerativen Medizin an der Medizinischen Fakultät der Universität Rostock besuchen.

Seit dem Wintersemester 2011/2012 besteht der Studiengang „Molekulare Mechanismen regenerativer Prozesse“. Das zweijährige Studium wird mit einer Promotion abgeschlossen. Es soll Doktoranden im „Life Science“-Bereich befähigen, regenerative Vorgänge sowie zugrundeliegende Prozesse zu erforschen. Am kommenden Sonnabend, 17. Dezember 2011 findet mit dem „Participants´ Camp“ die offizielle Auftaktveranstaltung statt. Den Rahmen hierfür bildet das 7. Rostocker Proteom-Forum, zu dem ab 15. Dezember Wissenschaftler aus aller Welt kommen werden.

 

„Was ist zelluläre Regeneration? Wie funktionieren Stammzellen? Welche Gene und Proteine sind an regenerativen Vorgängen wie beteiligt?" Dies seien Fragen, denen die Studierenden des neuen Studiengangs nachgehen werden. „Zu all diesen wichtigen zellulären Vorgängen, wissen wir noch keine vollständigen Antworten“, so Professor Glocker, Direktor des Proteom-Zentrums Rostock und Sprecher des neuen Studiengangs. Die Arbeiten der jungen Wissenschaftler werden dazu beitragen, umfassendere Antworten auch für zukünftige medizinische Anwendungen geben zu können.

 

„Das Participants’ Camp versammelt alle Studierenden, deren Betreuer und Mitarbeiter zu einem ersten gemeinsamen Treffen“, sagt Professor Glocker. Derzeit absolvieren sechs Studierende den neuen Ausbildungsgang. Die Teilnehmer des Studiengangs können aus der Medizinischen Fakultät, der Agrarwissenschaftlichen und der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät kommen. Voraussetzung ist ein Diplom- bzw. Masterabschluss in dem jeweiligen Fach mit Bezug zur „Life Science“. Mediziner müssen das 1. Staatsexamen absolviert haben.

 

„Mit unserem Studiengang wird dem Bedürfnis von Studierenden der Medizin und Absolventen naturwissenschaftlicher Fächer entsprochen, tiefer in bestimmte Fachgebiete eintauchen und sich weiter qualifizieren zu können“, so Professor Glocker. Außerdem sei es zwischenzeitlich an Exzellenzuniversitäten üblich, anspruchsvolle Graduiertenstudiengänge anzubieten – und entsprechende Anfragen werden regelmäßig auch an die Universität Rostock gerichtet. Zudem könne es gelingen, auf diese Weise junge und qualifizierte Wissenschaftler an die Universität zu binden.

 

An der Medizinischen Fakultät belegen die Studierenden dieses Studiengangs zusätzlich zu Ihrer Forschungsarbeit Seminare und Wissenschaftsveranstaltungen zu verschiedenen Themen der Regenerativen Medizin – dem Forschungsschwerpunkt der Medizinischen Fakultät der Universität Rostock. Sie werden dabei begleitet von einem Betreuer aus der Medizin sowie von einem Zweitbetreuer. Am Ende steht eine Promotionsarbeit und die Erlangung des Doktortitels Dr. med. (medicinae), Dr. rer. hum. (rerum humanarum), bzw. Dr. rer. nat. (rerum naturalium). Außerdem bietet dieser interdisziplinär und international ausgelegte Studiengang optimale Gelegenheiten zum frühzeitigen Knüpfen nationaler und internationaler Netzwerke.

 

Internet: www.med.uni-rostock.de/index.php