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Moderner 4D-Computertomograph macht Tumorbewegung sichtbar: Neues Gerät in Strahlenklinik ermöglicht auch Filmsequenzen

27. June 2013

Die Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie verfügt ab sofort über einen hochmodernen Computertomographen (CT), der die moderne Hochpräzisionsstrahlentherapie an der Universitätsmedizin Rostock weiter verbessern soll.

Bei dem neuen 4D-CT handelt es sich um ein hochmodernes Gerät, mit dem Tumore mit bislang nicht dagewesener Genauigkeit erfasst werden können.

 

Zum einen besitzt dieses 4D-CT eine sehr große Öffnung, die sog. „Gantry“, die nun problemlos auch komplexe Patientenlagerungen erlaubt und einer modernen Strahlentherapieplanung keine Grenzen setzt. Außerdem können Markierungen am Patienten und die Einstellgenauigkeit im Computer mit einer so genannten „virtuellen Simulation“ überprüft werden. „Besonders stolz sind wir jedoch auf die Fähigkeit, die Atembeweglichkeit von Tumoren direkt darzustellen zu können“, sagt Professor Dr. Guido Hildebrandt, Direktor der Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie an der Universitätsmedizin Rostock. Dabei wird bei jeder CT-Untersuchung die Atemkurve des Patienten registriert. Nach der Untersuchung kann für jeden Zeitpunkt der Ein- und Ausatmung eine eigene CT-Untersuchung berechnet werden. So kann der Tumor in jeder Atemphase begutachtet werden. Auch eine Filmsequenz, die die Atembeweglichkeit plastisch darstellt, kann in diesem sogenannten 4D-CT betrachtet werden.

 

„Gerade für die Hochpräzisionsstrahlentherapie von Lungentumoren, die mit einer stereotaktischen Strahlentherapie geheilt werden können, sind diese neuen Untersuchungsmöglichkeiten von enormer Bedeutung, um die Strahlentherapie noch präziser und schonender durchführen zu können“, so Professor Hildebrandt.

 

Nach einer positiven Begutachtung des Großgeräteantrages durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft, wurde diese Investition vom Land MV mit 612.000,00 Euro gefördert und finanziert.