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Neue Studie untersucht Verhaltensstörungen bei Demenzkranken: Therapie-Paket aus Medikamenten und Schulungen für Angehörige/Teilnehmer gesucht

08. August 2013

Eine neue Studie untersucht Verhaltensstörungen bei Menschen mit Demenzerkrankungen. Ziel ist es, durch gezielte Therapien die pflegenden Angehörigen zu entlasten und gleichzeitig die Betroffenen länger in ihrem häuslichen Umfeld zu belassen.

An der Studie, die bundesweit durchgeführt wird, ist Rostock als ein wichtiges Zentrum beteiligt. Jetzt werden Teilnehmer in Mecklenburg-Vorpommern gesucht.

 

„Menschen mit Demenzerkrankungen leiden häufig unter Apathie“, sagt Professor Dr. Stefan Teipel. Gemeint sind Zustände der völligen Antriebslosigkeit. Die Erkrankten ziehen sich zurück, meiden soziale Kontakte, wollen nicht mehr ausgehen, andere Menschen treffen und haben entsprechend keinerlei Anteil mehr am gesellschaftlichen Leben. „Gerade für die nächsten Verwandten und pflegende Angehörige ergeben sich daraus häufig belastende Situationen“, so Professor Teipel weiter. Außerdem befinden sich die Betroffenen in dem Teufelskreis aus krankheitsbedingter Antriebslosigkeit, die wiederum die Krankheitssymptome verschlechtert.

 

Es gibt allerdings effektive Möglichkeiten, die häusliche Situation zu entspannen, so Professor Teipel. „Wir verfügen über leicht verträgliche Medikamente, die antidepressiv wirken und den Betroffenen ihren Lebensmut wiedergeben. Gleichzeitig werden den Angehörigen Beratungen angeboten und Schulungen vermittelt. „Ziel ist es immer, die erkrankten Menschen so lange wie möglich in ihrer gewohnten Umgebung zu belassen und die Belastungen für die Angehörigen erträglich zu halten“, sagt Professor Teipel.

 

Gegenstand der Studie ist die gezielte medikamentöse Behandlung der Erkrankten bei gleichzeitiger Schulung der Angehörigen. Geleitet wird die Studie durch die Universitätsmedizin Bonn. Teilnehmende Familien werden gesucht. Kontakt: 0381 494-9480.