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Neuer Pipettierautomat schafft doppelt so viele Proben

26. March 2020
Molekularbiologe Dr. Thomas Köller vom Institut für Medizinische Mikrobiologie, Virologie und Hygiene am neuen Pipettierautomaten

Unimedizin übernimmt regionale Steuerung der Intensivkapazitäten

Weniger manueller Aufwand, mehr Proben: Die Universitätsmedizin Rostock (UMR) hat in dieser Woche einen neuen Pipettierautomaten in Betrieb genommen. Dieser erleichtert den Mitarbeitern im Institut für Medizinische Mikrobiologie, Virologie und Hygiene (IMIKRO) die Arbeit, wenn es darum geht, Abstriche auf Covid-19 zu untersuchen.

Wurden die Proben bisher aufwändig manuell bearbeitet, läuft dieser Schritt im neuen Gerät von nun an vollautomatisch. „Dadurch entlasten wir unser Personal, das für die weitere Diagnostik dringend benötigt wird, und vermeiden Fehler“, sagt IMIKRO-Oberarzt Dr. Philipp Warnke. Außerdem könnten nun mehr als doppelt so viele Proben wie zuvor für die weiteren Untersuchungen aufbereitet werden. Aktuell werden die Mitarbeiter des IMIKRO in der Handhabung des neuen Automaten geschult. Der Plan ist, das Gerät ab dem Wochenende im Regelbetrieb einzusetzen.

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit MV hat der Unimedizin Rostock die regionale Steuerung der Intensivkapazitäten in ihrem Einzugsgebiet übertragen. Dieses Gebiet, das Cluster II, umfasst die Krankenhäuser Sana Krankenhaus Bad Doberan, Boddenkliniken Ribnitz-Damgarten, KMG Klinikum Güstrow, Klinikum Südstadt Rostock sowie die Unimedizin selbst. Zum Management dieses Clusters zählt die Steuerung der Aufnahme und Verteilung von positiv getesteten verlegungsfähigen Covid-19-Patienten, vor allem wenn sie eine intensivmedizinische Versorgung benötigen. Zudem koordiniert die UMR Verlegungen, wenn lokale Ressourcen ausgeschöpft oder medizinisch nicht ausreichend sind. Auch die transparente und tagesaktuelle Darstellung der Bettenkapazitäten für Covid-19-Erkrankte gehört dazu. Die an der UMR bereits vorhandenen tele-intensivmedizinischen Möglichkeiten werden federführend durch die UMR gemeinsam mit den anderen Häusern ausgebaut.

Am Institut für Medizinische Mikrobiologie, Virologie und Hygiene wurden bisher 3779 Proben auf den Covid-19-Erreger getestet, von denen 56 positiv waren (Stand 25.3. 19:30 Uhr).