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Neues Betriebsablaufsystem: Bilder in 3D für genauere Therapie/Strahlenklinik auf dem Weg zum papierlosen Krankenhaus

27. September 2012

In der Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie an der Universitätsmedizin Rostock wurde erfolgreich eine so genannte Betriebsablaufsystemumstellung durchgeführt.

Bei laufendem Betrieb wurden die drei Linearbeschleuniger der Klinik mit neuen Bauteilen ausgestattet, die die Arbeit der Klinik auf eine neue Ebene heben. „Mit der neuen Technik wird es möglich sein, hochauflösende Bilder in 3D zu generieren“, sagt Klinikdirektor Professor Dr. Guido Hildebrandt. Ziel sei es, die Bestrahlungsbehandlung noch effektiver und mit weniger Nebenwirkungen durchzuführen.

 

„Die neue Darstellung in 3D ermöglicht es uns im Gegensatz zur 2D-Darstellung, die Lage der Tumore zu den umliegenden gesunden Organen noch genauer zu erkennen“, so Professor Hildebrandt. „Auf diese Weise können wir die Bestrahlungsintensität mit dem Linearbeschleuniger im Tumor erhöhen und trotzdem gesundes Gewebe in der Umgebung des Tumors mehr schonen als bisher.“ Der Umbau trotz laufenden Betriebs war durch die Ausweitung der Behandlungszeiten mit Beginn in den frühen Morgenstunden bis in den späten Abend sowie über das Wochenende ermöglicht worden. „Für die Patientinnen und Patienten ergaben sich dadurch gelegentlich einige Unannehmlichkeiten, aber wichtig war, dass alle geplanten Bestrahlungen zeitgerecht stattfanden “, sagt Professor Hildebrandt. Dafür sei auch insbesondere den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Klinik für Strahlentherapie herzlich zu danken. 

 

Das neue Betriebsablaufsystem, das rund 1,8 Millionen Euro gekostet hat und vom Land Mecklenburg-Vorpommern sowie von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziert wurde, ermöglicht zudem die Umwandlung der Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie in eine ,,papierlose“ Klinik. ,,Dies wird die Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter immens erleichtern, außerdem erhöht sich die elektronische Verfügbarkeit und schnellere Abrufbarkeit von Information aus den Patientenakten. Insgesamt bedeutet das neue Betriebsablaufsystem für unsere Patientinnen und Patienten eine noch weiter gesteigerte Behandlungsgenauigkeit und Behandlungssicherheit“, sagt Professor Hildebrandt.