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Neues CT erhöht Überlebenschancen von Schlaganfall-Patienten

06. July 2020
CT

Dr. Annette Großmann und Prof. Dr. Sönke Langner freuen sich über das neue CT zur Diagnostik von Schlaganfällen.

Zentrum für Nervenheilkunde mit neuem Computertomographen ausgestattet

Rostock/Gehlsdorf – Mehr Komfort für Patienten bietet der neue Computertomograph (CT) am Zentrum für Nervenheilkunde. Das moderne System von General Electric hat die Universitätsmedizin Rostock angeschafft, um hauptsächlich Kopf-Aufnahmen zu machen. Patienten mit neurodegenerativen Erkrankungen wie etwa Parkinson oder Multipler Sklerose fällt es meist schwer, während der Untersuchung stillzuliegen. Mit dem neuen Gerät müssen sie das nur noch für sehr kurze Zeit, denn das CT-System erstellt in Sekundenschnelle große Datensätze. Das Ergebnis sind hochauflösende Aufnahmen und Rekonstruktionen.

„Das System ist besonders geeignet, um bei Schlaganfallpatienten schnell Blutungen oder verstopfte Blutgefäße im Gehirn feststellen zu können“, erklärt Oberärztin Dr. Annette Großmann, Standortleiterin in Gehlsdorf am Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Kinder- und Neuroradiologie. Beim Schlaganfall zählt jede Minute: Nach der Untersuchung werden die Patienten mit Gefäßverschluß auf dem schnellsten Weg zum Standort Schillingallee gebracht und dort weiterbehandelt. Wenn der Patient ankommt, sind die CT-Aufnahmen dank digitaler Vernetzung bereits da. „Wir sind ein eingespieltes Team“, sagt Prof. Dr. Sönke Langner, Leiter der Diagnostischen und Interventionellen Neuroradiologie, der dann den Eingriff vornimmt. 

Außerdem kommt das neue CT-System zum Beispiel bei Lungenembolien und bei Patienten mit verschiedenen psychiatrischen Krankheiten zum Einsatz. „Durch die deutliche Reduzierung der Röntgenstrahlung um bis zu 40 Prozent ist die Untersuchung für den Patienten wesentlich schonender und wir erfüllen die höchsten Qualitätsrichtlinien im Strahlenschutz der Europäischen Röntgengesellschaft“, betont Prof. Dr. Marc-André Weber, Direktor des Instituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Kinder- und Neurologie. Auch Prof. Dr. Alexander Storch, Direktor der Klinik und Poliklinik für Neurologie und Zentrumssprecher ist überzeugt von den Vorteilen des neuen CT-Systems: „Kurze Untersuchungszeiten sind für unsere Patienten überlebenswichtig, der neue CT ist für unseren Standort eine großartige Bereicherung.“ Vor allem bei Verletzungen, die bei psychiatrischen Patienten, aus der Forensik oder bei Demenzerkrankungen auftreten wie zum Beispiel Knochenbrüche erleichtere das neue CT die Diagnostik am Standort.

Die Unimedizin hat mit diesem Computertomographen für das Zentrum für Nervenheilkunde bereits innerhalb eines Jahres das dritte moderne Hochleistungssystem angeschafft. „Trotz unser derzeit schwierigen wirtschaftlichen Situation ist es uns wichtig, weiterhin in die hochqualitative medizinische Versorgung unserer Patienten zu investieren und ihnen Spitzenmedizin bieten zu können“, sagt Harald Jeguschke, Kaufmännischer Vorstand.