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Seltenes Verfahren kann drohende Erblindung aufhalten

22. May 2020
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Dr. Dörte Stoll therapiert mit Laserlicht die krankhaften Gefäße beim Patienten.

Augenklinik Rostock erneuert Technik für spezielle Lasertherapie

Rostock – Patienten mit seltenen Netzhauterkrankungen wie der Chorioretinopathia centralis serosa hatten bisher wenig Grund zur Hoffnung. Ohne Behandlung kann ihnen die Erblindung drohen. Mit einer speziellen Lasertherapie können Experten der Rostocker Augenklinik solchen Krankheiten entgegenwirken. Die Unimedizin Rostock ist eines von sehr wenigen Zentren in ganz Deutschland, das über das Know-how und auch über die technischen Möglichkeiten verfügt. In Mecklenburg-Vorpommern leiden etwa 160 vor allem junge Menschen an der Krankheit und warten auf die rettende Behandlung.

Bei speziellen Krankheiten wie Blutgefäßschwämmchen und Gefäßneubildungen sammelt sich Flüssigkeit unter der Netzhaut. Die Folge: Die empfindlichen Netzhautzellen werden nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen versorgt, es kann zur Erblindung kommen. Mit Laserlicht therapieren die Rostocker Augenärzte die krankhaften Gefäße. Dabei wird dem Patienten ein Medikament injiziert, das sich in den veränderten Bereichen des Auges anreichert. „Das Medikament wird durch die Bestrahlung mit dem Laserlicht in einer speziellen Wellenlänge aktiviert“, erklärt Oberärztin und Netzhautspezialistin Dr. Dörte Stoll. Die undichten Gefäße werden dadurch verschlossen. „Wir können die Krankheit aufhalten, die bereits vorhandenen Schäden aber nicht rückgängig machen“, betont sie. Bei den meisten Patienten kann durch das Verfahren das noch vorhandene Sehvermögen stabilisiert werden. „Die Therapie erfolgt ambulant, ist besonders schonend und nebenwirkungsarm für den Patienten. Außerdem sichert die Behandlung sehr häufig deren Arbeitsfähigkeit und erhöht ihre Lebensqualität“, erklärt Prof. Dr. Thomas Fuchsluger, Direktor der Augenklinik.