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Spendenaufruf: Die kleine Elmaida braucht Hilfe: Fünfjähriges schwerkrankes Mädchen aus dem Kosovo wird an der Universitätsmedizin Rostock behandelt

21. September 2012

Die kleine Elmaida Morina aus Pristina im Kosovo braucht dringend medizinische Hilfe: Die Fünfjährige leidet unter einer aggressiven Form von Blutkrebs, einer akuten myeloischen Leukämie.

In ihrem Knochenmark haben sich bereits Millionen von bösartigen Zellen ausgebreitet. Seit Mittwochabend befindet sich Elmaida auf der onkologischen Station der Universitäts-Kinder- und Jugendklinik, wo sie vom Team um Privatdozent Dr. Carl Friedrich Classen betreut wird.

 

Um die Behandlung von Elmaida auch finanziell bewältigen zu können, wird um Spenden gebeten. „Die Therapie ist aufwendig und teuer und die Eltern sind nicht wie in der Regel bei uns versichert“, sagt Professor Dr. Peter Schuff-Werner, Ärztlicher Vorstand der Universitätsmedizin Rostock. „Daher sind wir auf Unterstützung durch die Bevölkerung angewiesen“ und nimmt sich dabei nicht aus und überwies als erster eine Spende auf das eingerichtete Spendenkonto t: Deutsche Kreditbank, BLZ 120 30000, Konto 10109999, Empfänger: Universitätsmedizin Rostock, Kennwort: Elmaida).

 

„Elmaida leidet unter einer schweren Form der Leukämie“, sagt Dr. Classen. Ihre Blutwerte seien sehr schlecht, sie weisen einen massiven Mangel an Blutplättchen (Thrombozyten) auf. Glücklicherweise haben sich bei dem Mädchen bisher noch keine der sonst häufigen Folgekomplikationen wie Nierenversagen oder Gerinnungsstörungen eingestellt. Elmaida ist munter und lebendig, hat gemeinsam mit ihrer 19-jährigen Schwester ihr Zimmer auf der onkologischen Station der Kinderklinik bezogen – und am vergangenen Donnerstag in Rostock ihren fünften Geburtstag gefeiert.

 

„Nach Voruntersuchungen in Pristina machten die dortigen Ärzte klar, dass sie die Behandlung nicht bewältigen können“, erzählt Dr. Classen. Über den Familiendienst des Sozialwerks der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde in Malchin, wo seit 20 Jahren ein Onkel von Elmaida lebt, konnte das Kind nach Rostock geholt werden. „Nachdem wir Elmaida eingehend untersucht haben, beginnen wir eine Chemotherapie“, sagt Dr. Classen. Dabei werden ihr Medikamente ins Blut und in das Nervenwasser injiziert. „Sie bekommt ein halbes Jahr Intensivtherapie. Anschließend folgt eine Erhaltungstherapie, bei der die Medikamente als Tabletten verabreicht werden können“, so Dr. Classen weiter. Das Kind müsse für die Therapie nur die erste Zeit im Krankenhaus bleiben und werde später ambulant weiterbehandelt. „Unsere Medikamente sind sehr wirkungsvoll“, sagt Dr. Classen, „aber wir können nie genau vorhersagen, wie der kleine Körper auf die Behandlung reagiert. Ein harter und mühsamer Weg liegt vor Elmaida. Aber sie ist außerordentlich tapfer und mutig, und ich glaube, sie hat trotz der Sprachbarriere Hoffnung und Vertrauen gefasst.“ Elmaidas Heilungsschancen liegen bei etwa 70 Prozent, so Dr. Classen.

 

Das Familienzentrum des Sozialwerks der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Malchin-Teterow hat sich unter anderem auf die Arbeit mit Menschen mit Migrationshintergrund spezialisiert. Elmaidas Onkel hatte sich an das Familienzentrum gewandt, weil die Ärzte des Universitätsklinikums Pristina über keinerlei Behandlungsmöglichkeiten für das Kind verfügen. Nach Aussagen der Eltern in Pristina habe man Elmaida eine Lebenserwartung von ein bis zwei Monaten in Aussicht gestellt. In einer spontanen Reaktion hatte der Ärztliche Vorstand der Universitätsmedizin und sein Stab die Verlegung am letzten Freitag, gleich nachdem der Hilferuf einging , organisiert. Alle haben spontan geholfen, die Bundeswehr, die deutsche Botschaft, das DRK im Kosovo und vor allem auch Germanwings, die die Patientin und ihre Schwester gratis ausflog und auf dem ersten aber hoffentlich nicht letzten Flug betreute. „Dass zeigt doch auch in diesen turbulenten Zeiten, dass Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft über alle Grenzen und Religionen hinweg auch heute noch Bestand haben“ lautet das Fazit des Ärzlichen Vorstandes und Vorstandsvorsitzenden der Universitätsmedizin Rostock.  

Spendenkonto für Elmaida: Deutsche Kreditbank, BLZ 120 30000, Konto 10109999, Empfänger: Universitätsmedizin Rostock, Kennwort: Elmaida