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Stoffwechselstörungen mit neuem Gerät auf der Spur: Erster SPECT/CT-Tomograph Mecklenburg-Vorpommerns am Universitätsklinikum Rostock in Betrieb

25. July 2011

Stoffwechselstörungen und andere schwere Erkrankungen können am Universitätsklinikum Rostock jetzt noch besser erkannt und diagnostiziert werden.

An der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin wurde vor kurzem ein hochmoderner SPECT/CT-Tomograph in Betrieb genommen, der kleinste Stoffwechselveränderungen im menschlichen Körper sichtbar machen kann. Es ist das erste Gerät dieser Art in Mecklenburg-Vorpommern, und es kommt Patientinnen und Patienten aus dem ganzen Bundesland zugute.

 

SPECT/CT – diese Abkürzung steht für Einzel-Photonen-Emissions-Computertomographie in Kombination mit einem Computertomographen. Dabei handelt es sich um ein Gerät, das die funktionelle nuklearmedizinische Bildgebung mit der hochaufgelösten räumlichen Darstellung der Computertomographie in einem Hybridbildgebungsverfahren verbindet. „Wir können mit diesem Gerät früher und vor allem genauer eine Reihe von schweren Erkrankungen erkennen und eine entsprechende Behandlung kann eingeleitet werden“, sagt Professor Dr. Bernd Joachim Krause, Direktor der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin. Ein Anwendungsschwerpunkt liegt in der Diagnose von Schilddrüsenkrebs und der Früherkennung von Rezidiven – also dem Wiederauftreten von bereits behandelten Krebserkrankungen. „Mit dieser neuen Hybridbildgebungstechnologie können wir das Rezidiv exakter lokalisieren und entsprechend gezielt und besser behandeln“, so der Medizinphysiker Dr. Jens Kurth. Das Universitätsklinikum Rostock ist ein überregionales Nachsorge-Zentrum für Patienten mit Schilddrüsenkrebs. 

 

Der SPECT/CT wird darüber hinaus für Untersuchung verschiedener anderer Krankheitsbilder am Klinikum eingesetzt. So dient das neue Gerät beispielsweise auch dazu, orthopädische und rheumatische Erkrankungen, Lungenembolien oder auch einen nahenden Herzinfarkt nachzuweisen. Neben der klinischen Nutzung findet das Gerät auch in aktuellen Forschungsprojekten Einsatz, so etwa zur besseren Behandlung des Schilddrüsenkarzinoms.

 

Für die Anschaffung des SPECT/CT-Tomographen der Firma Siemens wurden etwa 750.000 Euro investiert. Das Geld stammt aus dem Konjunkturpaket des Bundes, ausgereicht wurde es von der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern.