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UMR wappnet sich für Anstieg von Covid-19-Erkrankungen

25. March 2020

konkrete Schritte im Überblick

Im Notfall bis zu 90 Intensivbetten: Unimedizin Rostock strukturiert Kliniken um

Haus wappnet sich für Anstieg von Covid-19-Erkrankungen – konkrete Schritte im Überblick:

Rostock – Wie viele Covid-19-Patienten sind in Rostock zu erwarten? Auf eine ungewisse Zeit stellt sich derzeit die Universitätsmedizin Rostock ein. Um auf den Anstieg von Covid-19-Patienten vorbereitet zu sein, strukturiert das Haus seit Montag die Stationen am Campus Schillingallee um. Alle Umzüge sollen zum Ende der Woche abgeschlossen sein.

Zentrales Ziel der umfangreichen Maßnahmen: Die Kapazitäten an Intensivbetten mit Beatmungsgeräten ausbauen. Aktuell stehen auf den verschiedenen Stationen insgesamt 58 solcher Betten bereit. Durch die Umstrukturierung soll es möglich sein, im Notfall bis zu 90 beatmungspflichtige Patienten gleichzeitig zu behandeln.

Dazu wird unter anderem im Perioperativen Zentrum (POZ) die Station A der Herzchirurgie mit Monitoren und Beatmungsgeräten technisch umgerüstet, sodass sie im Notfall als zusätzliche Intensivstation genutzt werden kann. Sobald diese Intensivstation benötigt wird, wird die Herzchirurgie auf die Station D im zweiten Obergeschoss des POZ umziehen.

Im Zentrum für Innere Medizin (ZIM) wird die Station der Infektiologie für die Covid-19-Patienten erweitert und um eine Aufnahmestation ergänzt. Dafür sind zahlreiche Umzüge notwendig: Die Endokrinologie zieht auf die Gastroenterologie. Die Patienten der Dermatologie ziehen in den Bereich der Urologie. Die Nephrologie teilt sich eine Station mit der Kardiologie. Die Patienten der onkologischen Station 1d werden in die Hämatologie integriert. 

„Über das Wochenende haben wir möglichst viele Patienten entlassen, für die das medizinisch vertretbar ist. In Ambulanzen und Tageskliniken haben wir die Patientenzahl auf ein vertretbares Minimum reduziert“, sagt Prof. Dr. Christian Schmidt, Ärztlicher Vorstand der Unimedizin. „Das ist besonders wichtig, um unser Personal zu entlasten. Die kommenden Wochen werden für uns alle ein Kraftakt.“ Das Gefäßzentrum dient für ambulante und tagesklinische Patienten als Anlaufstelle.

Der Schutz von Patient und Personal hat oberste Priorität: Patienten mit Covid-19-Verdacht werden über die ZIM-Notaufnahme aufgenommen. Die weitere Versorgung erfolgt über die Infektiologie, zu der Covid-19-Patienten von außen über Fahrstühle gebracht werden. Auch Zuwegungen und Ausschilderungen werden angepasst, um unnötige Wege zu vermeiden und das Infektionsrisiko gering zu halten.