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Zwischen traditioneller Naturheilkunde und klinischer Spitzenforschung: Chinesische Ärzte zum Erfahrungsaustausch bei der Universitätsmedizin Rostock

08. November 2011

Fünf chinesische Mediziner von der TCM Universität Fujian informierten sich über Schwerpunkte in Forschung und Lehre bei der Universitätsmedizin Rostock.

Der Besuch ist Bestandteil eines vierwöchigen Studienaufenthaltes, den die chinesische Delegation im „Moorbad“ Bad Doberan der Dr. Ebel Fachkliniken absolviert. 

 

„Die traditionellen Naturheilverfahren sind an der Medizinischen Fakultät der Universität Rostock seit 2002 mit einem eigenen Lehrstuhl vertreten. Ermöglicht wird dies durch Stifter, zu denen auch das ‚Moorbad’ Bad Doberan gehört“, erläuterte der Dekan der Medizinischen Fakultät Rostock, Professor Dr. med. Emil C. Reisinger. „Wir freuen uns über diese Zusammenarbeit und den interkulturellen Erfahrungsaustausch mit unseren chinesischen Gästen.“

 

Karin Kraft, Inhaberin des Lehrstuhls für Naturheilverfahren, sieht in dem Besuch der Chinesen die Gelegenheit, die Lehre der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) um die Kenntnisse der europäischen Naturheilkunde und Balneotherapie zu erweitern. „In unserer Praxis sind etwa die Kneippschen Anwendungen eine feste Größe, deren Vorzüge wir vermitteln wollen“, erklärte die Professorin. „Vormittags erhalten die chinesischen Kollegen eine theoretische Einführung, nachmittags sammeln sie praktische Erfahrungen.“

 

Der Besuch an der Medizinischen Fakultät führte auch in das Zentrum für Medizinische Forschung und das Referenz- und Translationszentrum für kardiale Stammzelltherapie. „Diese Forschungen, die hier im Mikrobereich durchgeführt werden, sind für uns von wesentlicher Bedeutung: Wir brauchen diese Methoden, um zu verstehen, welche Wirkmechanismen den Naturheilverfahren zugrunde liegen“, begründete Professorin Kraft die Zusammenstellung des Programms.