Die Arbeitsgemeinschaft Endoprothetik (AE) der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) und die Stiftung Endoprothetik zeichnen mit dem Wissenschaftspreis 2026 mit einer Dotierung von 10.000 Euro herausragende Forschungsleistungen mit klarem Bezug zur Gelenk-Endoprothetik aus. Im Bereich der angewandten Forschung erhielten Dr.-Ing. Märuan Kebbach und Dr. rer. hum. Jan-Oliver Sass vom Forschungslabor für Biomechanik und Implantattechnologie an der Orthopädischen Klinik der Universitätsmedizin Rostock gemeinsam mit der Arbeitsgruppe um Jonas Wenschuh, Florence Kosche und Professor Dr. Rainer Bader den Preis für ihre wissenschaftliche Arbeit „Computational evaluation of the impact of low-modulus beta-titanium alloys on stress shielding of tibial trays in cementless total knee replacements", erschienen im Journal Results in Engineering.
Auf Grundlage experimenteller Vorarbeiten untersuchte das Forschungsteam mithilfe computergestützter biomechanischer Analysen die Einsatzmöglichkeit neuartiger Titan-Niob-Tantal-Legierungen (sogenannte Beta-Titanlegierungen) mit niedrigem Elastizitätsmodul für zementfreie Knieendoprothesen.
Die erzielten Ergebnisse zeigen, dass derartige Beta-Titanlegierungen die Spannungsabschirmung im periprothetischen Knochen im Vergleich zu etablierten Standardmaterialien reduzieren können.
Überreicht wurde der Preis im Rahmen des 28. AE-Kongresses in München am 18. Juni 2026.
Die Preisträger danken der Jury, der AE und der Stiftung Endoprothetik für die besondere Anerkennung ihrer Arbeit. Ein ausdrücklicher Dank gilt zudem den Kooperationspartnern aus Wissenschaft, Industrie und Klinik, deren Engagement zum Erfolg der Forschungsarbeit beigetragen haben.














