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Interdisziplinäres Schädelbasiszentrum der Universitätsmedizin Rostock verknüpft moderne Diagnostik und Therapie bei komplexen Erkrankungen

27. April 2026
Sechs Personen stehen in Reihe in die Kamera blickend vor einem hellen Steingebäude

Stellten das Schädelbasiszentrum der Universitätsmedizin Rostock vor: Prof. Dr. Dr. Thomas Fuchsluger (v. l.) , Prof. Dr. Dr. Bernhard Frerich, PD Dr. Ebba Beller, Prof. Dr. Dr. Florian Geßler, Prof. Dr. Robert Mlynski und PD Dr. Daniel Strüder.

Weiterbildungsveranstaltung im Arno-Esch-Hörsaal stellt vernetzte Expertise und präzise Versorgung in den Mittelpunkt

Bei einer Fortbildungsveranstaltung für zuweisende Ärztinnen und Ärzte ist am Mittwoch das interdisziplinäre Schädelbasiszentrum der Universitätsmedizin Rostock im Arno-Esch-Hörsaal der Universität Rostock vorgestellt worden. Thema waren die enge Zusammenarbeit mehrerer Fachdisziplinen, moderne Behandlungsverfahren sowie die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit komplexen Erkrankungen der Schädelbasis.

Das Schädelbasiszentrum bündelt die Expertise der Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie „Otto Körner“, der Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie, der Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie, der Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde sowie des Instituts und der Poliklinik für Radiologie, Kinder- und Neuroradiologie. Gemeinsam entwickeln die beteiligten Teams individuelle Behandlungskonzepte für Tumorerkrankungen, Fehlbildungen, Verletzungsfolgen und entzündliche Prozesse.

„Die Behandlung an der Schädelbasis erfordert höchste Präzision und vor allem ein eingespieltes Team über Fachgrenzen hinweg. Genau diese enge Kooperation zeichnet unser Zentrum aus“, sagte Prof. Dr. Robert Mlynski, Sprecher des Schädelbasiszentrums und Direktor der Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie „Otto Körner“. Prof. Mlynski betonte, dass Patientinnen und Patienten dadurch von kurzen Abstimmungswegen und passgenauen Therapien profitieren.

Bei der Veranstaltung informierten die beteiligten Fachbereiche zudem über moderne diagnostische Möglichkeiten. Dazu zählen hochauflösende bildgebende Verfahren ebenso wie strukturierte Fallkonferenzen, in denen Befunde gemeinsam bewertet und Behandlungsschritte abgestimmt werden. Auf dieser Grundlage können auch seltene oder besonders anspruchsvolle Krankheitsbilder sicher eingeordnet und gezielt behandelt werden.

„Unser Anspruch ist es, chirurgische Expertise, innovative Technik und wissenschaftliche Erkenntnisse so zu verbinden, dass für jede Patientin und jeden Patienten die bestmögliche Therapie entsteht“, sagte Prof. Dr. Dr. Florian Geßler, Koordinator des Schädelbasiszentrums sowie stellvertretender Direktor der Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie. Prof. Geßler erklärte, dass gerade bei komplexen Eingriffen die abgestimmte Zusammenarbeit aller beteiligten Disziplinen entscheidend für den Behandlungserfolg sei.

Das Schädelbasiszentrum der Universitätsmedizin Rostock wurde im Jahr 2025 erstmals durch die Gesellschaft für Schädelbasischirurgie zertifiziert. Die Auszeichnung bestätigt die etablierten Qualitätsstandards und die strukturierte interdisziplinäre Zusammenarbeit, die auch bei der Fortbildungsveranstaltung vorgestellt wurden.