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International erfolgreiche Implantatforschung an der Universität Rostock verlängert

04. March 2026
Zwei Frauen und zwei Männer stehen nebeneinander, links daneben ein großer Aufsteller mit Logos

v.l.: Rektorin Prof. Dr. Elizabeth Prommer, Wissenschaftsministerin Bettina Martin, Sprecher des Sonderforschungsbereichs Prof. Dr.-Ing. Sascha Spors sowie Dekan und Wissenschaftlicher Vorstand der Universitätsmedizin Rostock Prof. Dr. Bernd Krause bei der Kick-off-Veranstaltung zur neuen Förderperiode des Sonderforschungsbereichs 1270 ELAINE (Foto: Universität Rostock/Thomas Rahr).

Mit dem Besuch von Wissenschaftsministerin Bettina Martin ist der Sonderforschungsbereich (SFB) 1270 ELektrisch Aktive ImplaNtatE – „ELAINE“ an der Universität Rostock und Universitätsmedizin Rostock offiziell in die dritte Förderperiode gestartet.

Seit nunmehr acht Jahren arbeiten hochqualifizierte Forscherinnen und Forscher an der Entwicklung der neuartigen Implantate. Diese sollen künftig zur Behandlung von Knochen- und Knorpeldefekten, beispielsweise am Knie, sowie für die Tiefe Hirnstimulation zur Therapie neurologischer Erkrankungen wie Parkinson und Dystonie eingesetzt werden. Im Hinblick auf die alternde Gesellschaft gewinnen solche intelligenten Implantate zunehmend an Bedeutung. 

„ELAINE ist das Leuchtturm-Projekt der sich rasant entwickelnden Medizintechnik an der Universität und Universitätsmedizin Rostock“, sagte Wissenschaftsministerin Bettina Martin. Sie hob die wissenschaftliche Exzellenz und das große Potenzial für die Menschen im Land hervor. „Diese herausragende Forschung kommt dem Wissenschaftsstandort, der medizinischen Versorgung sowie langfristig den Patientinnen und Patienten zugute.“ Rund 80 Forscherinnen und Forscher werden in den kommenden dreieinhalb Jahren mit weiteren rund dreizehn Millionen Euro von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt. Insgesamt werden bis zum Ende der Laufzeit 2029 circa 40 Mio. Euro durch die DFG an das im Mecklenburg-Vorpommern beheimatete Projekt geflossen sein.  

„Die Bewilligung der dritten Förderperiode des SFB 1270 „ELAINE“ ist ein sichtbares Zeichen dafür, dass die interdisziplinären Forschungsarbeiten nicht nur für unsere Universität einen hohen Stellenwert haben, sondern auch außerhalb unserer Hochschule wissenschaftlich überzeugen“, sagte die Rektorin der Universität Rostock, Prof. Dr. Elizabeth Prommer. Hier wachse internationale Spitzenforschung an der Schnittstelle von Biomedizin, Informatik und Ingenieurwissenschaften. 

„Der Sonderforschungsbereich ‚ELAINE‘ steht exemplarisch für den strategischen Forschungsschwerpunkt HealthTechMedicine an der Universitätsmedizin Rostock“, sagte Prof. Dr. Bernd Krause, Dekan und Wissenschaftlicher Vorstand der Universitätsmedizin Rostock. Dort werden medizinische Exzellenz mit ingenieurwissenschaftlicher Innovationskraft und digitaler Technologie verbunden, um intelligente Implantate von der experimentellen Entwicklung bis zur klinischen Anwendung zu führen. „Damit stärken wir nicht nur die internationale Sichtbarkeit unseres Standorts, sondern leisten zugleich einen konkreten Beitrag zu einer zukunftsfähigen, patientenzentrierten Gesundheitsversorgung.“

Der Sprecher des Sonderforschungsbereichs, Prof. Dr.-Ing. Sascha Spors, hob insbesondere die enge Zusammenarbeit über Fakultäts- und Disziplingrenzen hinweg hervor: „Unsere Stärke liegt in der gelebten Interdisziplinarität. Wenn Expertinnen und Experten aus Medizin, Natur- und Ingenieurwissenschaften gemeinsam an Lösungen arbeiten, entstehen innovative Ansätze mit großem Zukunftspotenzial. Zugleich schaffen wir ein hervorragendes Umfeld, um exzellenten wissenschaftlichen Nachwuchs auszubilden und frühzeitig in anspruchsvolle Forschungsprojekte einzubinden.“

 Spors freue sich sehr auf die Fortsetzung der gemeinsamen Arbeit in der dritten Förderperiode: „Die erfolgreiche Bewilligung ist für uns Ansporn und Verpflichtung zugleich. Wir werden die enge Zusammenarbeit weiter intensivieren und unsere Forschung konsequent in Richtung klinischer Anwendung vorantreiben.“  

Die bisherigen Ergebnisse der Forschung, wie beispielsweise die Stimulationsplattform STELLA+ haben bereits international Beachtung gefunden und die internationalen Gutachterinnen und Gutachter der DFG auf ganzer Linie überzeugt.