Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina hat Prof. Dr. Brigitte Vollmar, Direktorin des Rudolf-Zenker-Instituts für Experimentelle Chirurgie der Universitätsmedizin Rostock, zum 1. Juni 2026 in den neu gegründeten Wissenschaftlichen Beirat der Abteilung Forschungsbibliothek und Wissenschaftsreflexion berufen. Das interdisziplinär besetzte Gremium wird das Präsidium der Leopoldina künftig bei der Weiterentwicklung zentraler Forschungsaktivitäten beraten. Die neue Abteilung war im März 2026 durch die Zusammenführung der bisherigen Bereiche Archiv und Bibliothek, Zentrum für Wissenschaftsforschung sowie Wissenschaftliche Redaktion entstanden.
„Die Berufung von Prof. Dr. Brigitte Vollmar in dieses hochrangig besetzte Gremium unterstreicht die nationale und internationale Sichtbarkeit der Forschung an der Universitätsmedizin Rostock“, erklärt Prof. Dr. Bernd Krause, Dekan und Wissenschaftlicher Vorstand der Universitätsmedizin Rostock. „Gerade an der Schnittstelle von Medizin, Wissenschaftsreflexion und gesellschaftlicher Verantwortung bringt Prof. Vollmar eine außergewöhnliche Expertise ein. Dass sie nun an der strategischen Ausrichtung eines zentralen Arbeitsfeldes der Leopoldina mitwirkt, ist eine bedeutende Auszeichnung für unsere Universitätsmedizin und den Wissenschaftsstandort Rostock.“
Der Wissenschaftliche Beirat soll insbesondere bei der Festlegung mittelfristiger Forschungsschwerpunkte sowie beim Aufbau eines drittmittelgeförderten Forschungskollegs beratend tätig werden. Vorsitzender des Gremiums ist der Germanist Prof. Dr. Peter Strohschneider, der im März 2026 zum ehrenamtlichen Forschungskurator der Leopoldina gewählt wurde. Neben Prof. Vollmar gehören dem Beirat weitere renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterschiedlicher Fachrichtungen aus dem deutschsprachigen Raum an.
Prof. Dr. Brigitte Vollmar bezeichnet die Berufung als besondere Anerkennung ihrer wissenschaftlichen Arbeit und zugleich als verantwortungsvolle Aufgabe. „Die Leopoldina steht wie kaum eine andere Institution für den interdisziplinären Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. Ich freue mich sehr darauf, meine Erfahrungen aus der biomedizinischen Forschung und der Wissenschaftsorganisation in die Arbeit des neuen Beirats einzubringen“, sagt sie. Besonders wichtig sei ihr dabei, Forschung nicht nur fachlich exzellent weiterzuentwickeln, sondern auch deren gesellschaftliche Relevanz und wissenschaftliche Reflexion stärker zu verankern.
Prof. Krause betont zudem, dass Prof. Vollmar seit vielen Jahren weit über Rostock hinaus wissenschaftspolitische Impulse setze. Mit ihrem Engagement in nationalen Fachgremien und Akademien trage sie maßgeblich dazu bei, wissenschaftliche Standards und ethische Fragestellungen in der Medizin mitzugestalten. „Ihre Berufung zeigt, dass Spitzenforschung aus Mecklenburg-Vorpommern auch auf Bundesebene wichtige Entwicklungen prägt“, so Prof. Krause.
Prof. Vollmar ist seit 2011 Mitglied der Leopoldina und engagiert sich dort seit vielen Jahren in verschiedenen Funktionen. Bereits zuvor wurde sie in den Senat der Nationalen Akademie der Wissenschaften gewählt und vertritt dort die Sektion Chirurgie, Orthopädie und Anästhesiologie. Zudem zählt sie zu den international sichtbaren Wissenschaftlerinnen der Universitätsmedizin Rostock auf dem Gebiet der experimentellen Chirurgie und translationalen Medizin.














