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MRT-Untersuchung der Prostata bringt Gewissheit

07. May 2019

Dr. Kolja Thierfelder (v. l.), Prof. Dr. Marc-André Weber, Prof. Dr. Oliver Hakenberg werten MRT-Bilder aus.

Diagnostik nach höchstem Qualitätsstandard / Radiologen zertifiziert

Rostock/Hansaviertel - Das Prostatakarzinom ist die häufigste Krebsform des Mannes. Etwa 26 Prozent der männlichen​ Krebspatienten leiden an der Erkrankung und rund 12.000 Männer sterben jedes Jahr daran. Um Prostatakrebs noch schneller und genauer zu erkennen, bietet die Universitätsmedizin Rostock eine MRT-Untersuchung der Prostata an. Durch die hochmoderne technische Ausstattung und eine standardisierte Befundung können die Radiologen auf höchstem Qualitätsniveau arbeiten. Aus diesem Grund wurden Prof. Dr. Marc-André Weber, Direktor am Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Kinder- und Neuroradiologie und der Geschäftsführende Oberarzt Privatdozent Dr. Kolja Thierfelder, von der Deutschen Röntgengesellschaft für die Prostatographie jetzt mit der höchsten Qualitätsstufe zertifiziert. Die beiden Radiologen zählen deutschlandweit zu den ersten, die dieses Zertifikat vorweisen können. „Für unsere Patienten und Zuweiser ist dies ein wichtiges Merkmal, dass wir mit großer Erfahrung leitliniengerechte Untersuchungen nach neuesten Standards vornehmen“, erklärt Weber. 

„Bei der Kernspintomographie können wir aggressive Tumore genau aufspüren und anschließend mit der Behandlung gezielt ansetzen“, erklärt Thierfelder. Aber auch nichtaggressive Formen können die Experten ausfindig machen. Oft liefert ein Bluttest zur Bestimmung des sogenannten PSA-Werts (Prostataspezifisches Antigen) einen Hinweis auf ein Prostatakarzinom. „Dieser Wert ist jedoch ungenau, schon bei einer leichten Erhöhung wird eine Biopsie vorgenommen. Für den Patienten ist das unangenehm und doch wird der Krebs gelegentlich durch die Biopsie nicht getroffen“, erklärt Thierfelder. Wird hingegen zuvor durch die Diagnostik am neuen 3-Tesla-Magnetresonanztomographen ein aggressives Karzinom festgestellt, können die Radiologen den betroffenen Bereich exakt lokalisieren, sodass die Urologen eine viel genauere Biopsie vornehmen können.  

Im zertifizierten Prostatakrebszentrum der Universitätsmedizin Rostock arbeiten die Urologen, Onkologen, Radiologen, Strahlentherapeuten und Nuklearmediziner eng zusammen, um alle Krankheitsstadien diagnostisch und therapeutisch abdecken zu können. „Die Patienten sind bei uns in den besten Händen“, betont Prof. Dr. Oliver Hakenberg, Direktor der Urologischen Klinik.​