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Oberbürgermeisterin Eva-Maria Kröger ruft am Weltpankreaskrebstag zu früher Diagnose auf

20. November 2025
6 Personen stehen in einer Reihe und halten ein Plakat

Machen sich gemeinsam stark für mehr Bewusstsein rund um Bauchspeicheldrüsenkrebs: Prof. Dr. Clemens Schafmayer (v.l.), Direktor der Klinik und Poliklinik für Allgemein-, Viszeral-, Thorax-, Gefäß- und Transplantationschirurgie; Dr. Christiane Stehle, Vorstandsvorsitzende und Ärztliche Vorständin, Eva-Maria Kröger, Oberbürgermeisterin der Hanse- und Universitätsstadt Rostock, Lea Wieland, Doktorandin, Uwe Buchsteiner, Leiter der Regionalen Selbsthilfegruppe und PD Dr. Guido Alsfasser, Koordinator des Pankreaskarzinomzentrums. Bildquelle: Universitätsmedizin Rostock

Die Universitätsmedizin Rostock engagiert sich mit Forschung und interdisziplinärer Behandlung gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs

Rostock – Zum Weltpankreaskrebstag am heutigen 20. November ruft die Oberbürgermeisterin der Hanse- und Universitätsstadt Rostock, Eva-Maria Kröger, gemeinsam mit der Universitätsmedizin Rostock (UMR) dazu auf, die Aufmerksamkeit auf Bauchspeicheldrüsenkrebs und die Bedeutung einer frühzeitigen Diagnose zu lenken. Damit soll das Bewusstsein für diese schwerwiegende Erkrankung geschärft und das Verständnis für moderne Behandlungsmöglichkeiten gestärkt werden. Bereits am Montag hatte sich Kröger bei einem Besuch an der Universitätsmedizin Rostock über die Erkrankung und aktuelle Behandlungsmöglichkeiten informiert. Der Besuch ging auf die Initiative der Medizinstudentin und Doktorandin Lea Wieland zurück, die in ihrer Forschungsarbeit untersucht, welche Einflussfaktoren das Patientenwohl nach einer Operation und intensivmedizinischen Behandlung verbessern können.

„Der Gesundheitsstandort Rostock ist mit seinen zwei zertifizierten Pankreaskarzinomzentren – an der Universitätsmedizin Rostock und im Klinikum Südstadt Rostock – hervorragend aufgestellt, um Patientinnen und Patienten bestmöglich zu versorgen“, sagte Kröger. Sie betonte außerdem, dass damit der Versorgungsschwerpunkt für Bauchspeicheldrüsenkrebs in Mecklenburg-Vorpommern in der Hansestadt liege.

Für Dr. Christiane Stehle, Vorstandsvorsitzende und Ärztliche Vorständin, ist die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit ein zentraler Baustein der Medizinstrategie der Universitätsmedizin. „Wir setzen bewusst auf vernetzte Behandlungskonzepte, in denen Chirurgie, Onkologie, Radiologie und Intensivmedizin Hand in Hand arbeiten. Nur so können wir Patientinnen und Patienten individuell, sicher und wirkungsvoll versorgen“, betont Dr. Stehle.

Mit diesem Zusammenspiel aus Spitzenforschung, hochspezialisierter interdisziplinärer Behandlung und strategisch ausgerichteter Weiterentwicklung steht die Universitätsmedizin Rostock für medizinische Versorgung auf höchstem Niveau. Davon profitieren insbesondere Patientinnen und Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs, die hier Zugang zu modernsten Diagnose- und Therapieverfahren erhalten.

Das Pankreaskarzinom – ein bösartiger Tumor der Bauchspeicheldrüse – gehört zu den aggressivsten Krebserkrankungen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts erkranken in Deutschland jährlich etwa 20.230 Menschen, in Mecklenburg-Vorpommern sind es schätzungsweise rund 500 Fälle pro Jahr. Die fünfjährige Überlebensrate liegt bei etwa 11 Prozent.

PD Dr. Guido Alsfasser, Koordinator des Pankreaskarzinomzentrums und Geschäftsführender Oberarzt in der Klinik und Poliklinik für Allgemein-, Viszeral-, Thorax-, Gefäß- und Transplantationschirurgie, erläuterte: „Dank unserer zertifizierten Strukturen gelingt es uns, Patientinnen und Patienten operativ bestmöglich zu versorgen und sie auch nach dem Eingriff eng zu begleiten. Diese Kontinuität der Betreuung ist entscheidend für die Lebensqualität und den Genesungsverlauf.“

Einen besonderen Stellenwert nimmt dabei die Forschung ein. Prof. Dr. Clemens Schafmayer, Direktor der Klinik und Poliklinik für Allgemein-, Viszeral-, Thorax-, Gefäß- und Transplantationschirurgie, betonte: „Die wissenschaftliche Analyse der Einflussfaktoren für das postoperative Wohlergehen eröffnet neue Wege zur Optimierung der Nachbehandlung. Forschung und klinische Versorgung greifen bei uns eng ineinander.“

Um das Bewusstsein für die Erkrankung zu stärken, ist auch die Aufklärung über Früherkennung entscheidend. Da die Symptome häufig unspezifisch sind, wird Bauchspeicheldrüsenkrebs oft erst spät diagnostiziert. Warnzeichen können anhaltende Oberbauch- oder Rückenschmerzen, unerklärlicher Gewichtsverlust, Gelbfärbung der Haut oder ein neu auftretender Diabetes sein. Eine frühzeitige Abklärung dieser Symptome – insbesondere bei Risikopatientinnen und Risikopatienten – kann die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung deutlich erhöhen. Ergänzend bietet PD Dr. Alsfasser an der Universitätsmedizin Rostock eine wöchentliche Spezialsprechstunde für Patientinnen und Patienten mit Bauchspeicheldrüsenerkrankungen an.