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Planungen für DigitalHealthCampus an der Universitätsmedizin Rostock vorgestellt

27. May 2026
Sechs Personen in Businesskleidung stehen vor einer blauen Bühne mit dem Schriftzug „NORD 2026“

Diskutierten über die Bedeutung des DigitalHealthCampus auf der NØRD 2026: Prof. Dr. Bernd Krause (v.l.), Dekan und Wissenschaftlicher Vorstand, Dr.-Ing. Matthias Unbescheiden, Institutsleiter am Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung, Wissenschaftsministerin Bettina Martin, Prof. Dr.-Ing. Kurt Sandkuhl von der Fakultät für Informatik und Elektrotechnik sowie Dr. Stefanie Köhler und Prof. Dr. Stefan Teipel vom Rostocker Standort des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE). Bildquelle: Universitätsmedizin Rostock

Universität Rostock, Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD und Universitätsmedizin Rostock bekräftigen auf der NØRD 2026 eine enge Zusammenarbeit für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz und digitalen Hilfsmitteln in der Gesundheitsforschung

Rostock – Auf der NØRD 2026 werden heute erstmals die Planungen für einen DigitalHealthCampus an der Universitätsmedizin Rostock vorgestellt, der in enger Zusammenarbeit mit der Universität Rostock und dem Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung (Fraunhofer IGD) entwickelt wird. Mit dem Vorhaben soll Rostock als zentraler Standort für digitale Gesundheitsforschung, Medizintechnik und klinische Translation in Mecklenburg-Vorpommern weiter gestärkt werden. Zugleich entsteht ein Innovationsraum, der wissenschaftliche Erkenntnisse schneller in die medizinische Praxis überführen soll. Der DigitalHealthCampus ist eine von vier Säulen im zentralen wissenschaftlichen Verbund „AI4SmartTechnologies“ der Universität Rostock. Darin werden die Forschungsaktivitäten im Bereich maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz gebündelt und strategisch koordiniert.

„Der DigitalHealthCampus zeigt, wie aus exzellenter Forschung konkrete Zukunft für unser Land entsteht. Wissenschaft, Medizin und Technologie arbeiten hier eng zusammen, um innovative Lösungen mit direktem Nutzen für die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern zu entwickeln“, sagt Bettina Martin, Ministerin für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten. Sie betont, dass gerade mit Blick auf die demografische Entwicklung und die Herausforderungen in der Gesundheitsversorgung neue digitale Ansätze dringend gebraucht würden.

Der DigitalHealthCampus verbindet die medizinische Expertise der Universitätsmedizin Rostock mit der ingenieurwissenschaftlichen und datenwissenschaftlichen Kompetenz der Universität Rostock sowie der anwendungsorientierten Forschung des Fraunhofer IGD. Gemeinsam entwickeln die Partner digitale Lösungen, die dabei helfen sollen, Krankheiten früher zu erkennen, Therapien individueller zu gestalten und die medizinische Nachsorge insbesondere im Flächenland Mecklenburg-Vorpommern nachhaltig zu verbessern.

Ein Schwerpunkt des Projekts liegt auf der intelligenten Verknüpfung medizinischer Daten aus Klinik, Alltag und digitalen Messsystemen. So sollen Ärztinnen und Ärzte künftig besser dabei unterstützt werden, individuelle Krankheitsverläufe einzuschätzen und passende Behandlungen auszuwählen. „Mit dem DigitalHealthCampus schaffen wir in Rostock einen wissenschaftlichen Leuchtturm, in dem Medizin, Technologie und Daten intelligent verbunden werden, um die Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern spürbar zu verbessern“, erklärt Prof. Dr. Bernd Krause, Dekan und Wissenschaftlicher Vorstand der Universitätsmedizin Rostock.
Das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung bringt insbesondere seine Erfahrung in der Entwicklung digitaler Technologien und intelligenter Anwendungen
in das Vorhaben ein. „Die enge Zusammenarbeit schafft starke Synergien und stärkt den DigitalHealth-Schwerpunkt sowohl am Standort Rostock als auch innerhalb der gesamten Fraunhofer-Gesellschaft nachhaltig“, sagt Dr.-Ing. Matthias Unbescheiden, Institutsleiter am Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung.

Auch die Universität Rostock leistet mit ihrer Expertise in Informatik und Datenwissenschaft einen zentralen Beitrag. Dabei entstehen digitale Modelle, die komplexe Gesundheitsdaten verständlich zusammenführen und so neue Möglichkeiten für personalisierte Medizin eröffnen. „Mit flexiblen Datenarchitekturen schaffen wir die Voraussetzung dafür, medizinische Informationen sinnvoll zu vernetzen und für bessere Entscheidungen nutzbar zu machen“, erklärt Prof. Dr.-Ing. Kurt Sandkuhl von der Fakultät für Informatik und Elektrotechnik. Prof. Sandkuhl unterstreicht, dass nur das enge Zusammenspiel aller beteiligten Partner den Aufbau eines nachhaltigen Innovationsökosystems ermögliche.