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Prof. Dr. Samuel Tomczyk ist neuer Direktor des Instituts für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie der Universitätsmedizin Rostock

10. November 2025
Portait von einem Mann

Prof. Dr. Samuel Tomczyk ist neuer Direktor des Instituts für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie der Universitätsmedizin Rostock. Bildquelle: Universitätsmedizin Rostock

Der Psychologe verbindet psychologische Forschung mit digitalen Innovationen und setzt neue Impulse für Prävention und Versorgung

Rostock – Die Universitätsmedizin Rostock stärkt ihre Forschung in der psychosozialen Medizin und digitalen Prävention. Seit dem 1. Oktober leitet Prof. Dr. Samuel Tomczyk das Institut für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie im Department für Psychosoziale Medizin. Der Psychologe bringt umfassende Erfahrung an der Schnittstelle zwischen Gesundheitsverhalten, Prävention und Digitalisierung mit.

Zuvor war Prof. Tomczyk Juniorprofessor für Digital Health and Prevention an der Universität Greifswald. Er studierte Psychologie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und promovierte an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte liegen in der Implementierung und Evaluation digitaler Technologien in der Gesundheitsversorgung, im multiplen Gesundheits- und Risikoverhalten sowie in der Positiven Psychologie über die Lebensspanne.

„Prof. Tomczyk steht für eine moderne Gesundheitsforschung, die wissenschaftliche Erkenntnisse in konkrete Lösungen für Prävention und Versorgung überführt“, sagte Prof. Dr. Bernd Krause, Dekan und Wissenschaftlicher Vorstand der Universitätsmedizin Rostock.

Prof. Tomczyk erläuterte, dass er sich darauf freue, digitale Lösungen direkt in der Praxis zu erproben: „Zum Beispiel untersuchen wir im Projekt EDITCare derzeit, wie das digitale Pflegehilfsprogramm Helpchat die Kommunikation im Pflegealltag verbessert und Pflegekräfte entlastet. Das Programm wird auf Pilotstationen der Unimedizinen Rostock und Greifswald eingesetzt, um seine Wirkung wissenschaftlich zu evaluieren.“

Er betonte zugleich die Bedeutung partizipativer Forschung, wie sie am Deutschen Zentrum für Kinder- und Jugendgesundheit (DZKJ) umgesetzt wird: „Wir beziehen Patientinnen und Patienten, Eltern und die Öffentlichkeit aktiv in Forschungsprozesse ein. Dieses Patient, Parent und Public Involvement, kurz PPPI, ermöglicht es uns, Studien gezielt an den Bedürfnissen von Familien, Kindern und Fachkräften auszurichten, sie in Forschungsprozesse einzubinden und so die Versorgung nachhaltig zu verbessern. Dies ist für unsere Forschungsthemen wie Stigmatisierung in der Medizinischen Psychologie und Medizinischen Soziologie zentral.“

Der neue Direktor engagiert sich in zahlreichen Fachgesellschaften, unter anderem in der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs), wo er Teil des Leitungsteams  der Interessensgruppe Positive Psychologie ist. Als Vorstandsmitglied der European Society for Prevention Research (EUSPR) setzt er sich zudem für den europäischen Austausch zu Gesundheitsförderung und Prävention ein.

Der Dienstbeginn von Prof. Tomczyk folgt nahtlos auf die Tätigkeit von Prof. Dr. Peter Kropp, der das Institut über viele Jahre geprägt hat. „Wir danken Prof. Kropp herzlich für sein langjähriges Engagement, seine wissenschaftliche Weitsicht und seine Verbundenheit zur Universitätsmedizin Rostock“, sagte Prof. Krause. Prof. Kropp wird der Universitätsmedizin Rostock weiterhin als Forscher erhalten bleiben und unter anderem seine Arbeit im Projekt COVICare-M-V fortführen, das durch interdisziplinäre Zusammenarbeit, den Ausbau der Post-COVID-Ambulanz, telemedizinische Angebote und den Wissenstransfer zwischen spezialisierter und hausärztlicher Versorgung die Betreuung von Betroffenen verbessert. Auch wird am Institut gemeinsam die langjährige Forschung im Themenfeld Kopfschmerz mit Blick auf die Potenziale digitaler, alltagsnaher Technologien fortgeführt.