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Aktuelles

Tagung akkreditierter medizinischer Labore: Akkreditierungen in der Diskussion/Erfahrungsaustausch findet erstmals in Rostock statt

20. September 2011

Am 23. und 24. September 2011 kommen Vertreter von akkreditierten Laboren aus der ganzen Bundesrepublik nach Rostock. Die 11. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft akkreditierter Laboratorien (AAL) findet erstmals in Mecklenburg-Vorpommern statt.

Der traditionelle Erfahrungsaustausch wird in diesem Jahr dominiert von der Diskussion der unlängst erfolgten Zusammenlegung staatlicher und privater Institutionen für die Akkreditierung von Laboratorien.

 

Am Universitätsklinikum Rostock arbeiten drei akkreditierte Laboratorien: die Labore des Instituts für Rechtsmedizin, des Instituts für Mikrobiologie und Krankenhaushygiene sowie des Instituts für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin (ILAB). Der zur Wahrnehmung der Tätigkeit als Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Rostock beurlaubte Leiter des Institutes, Professor Dr. med. Peter Schuff-Werner, unterstreicht die Bedeutung von Akkreditierungen. „Bei der Akkreditierung von Laboratorien geht es uns um die Optimierung von Arbeitsabläufen in Laboren und um eine standardisierte Nachvollziehbarkeit der einzelnen Arbeitsschritte, um jederzeit den notwendigen Qualitätsstandard der Untersuchungsergebnisse sicher zu stellen. Wie wichtig dieses ist, haben die notwendigen Untersuchungen zur sicheren Diagnosestellung bei den unlängst aufgetretenen EHEC-Fälle gezeigt. 

 

„Die AAL-Tagung hat sich über die Jahre in der Laborlandschaft als fester Veranstaltungspunkt für Erfahrungsaustausch, Weiterbildung und Zukunftsorientierung im Rahmen des sich stetig weiterentwickelnden Qualitätsmanagements akkreditierter und anerkannter medizinischer Laboratorien etabliert“, so Dr. Peter Kohlschein, kommissarischer Leiter des ILAB. Es besteht immer wieder die Notwendigkeit, anstehende Veränderungen von Methoden und Richtlinien zeitnah zu erörtern. „Insofern ist uns der Erfahrungsaustausch mit anderen Laboratorien wichtig“, so Dr. Kohlschein. Insbesondere die Zusammenlegung der staatlichen Akkreditierungsbehörde ZLG mit einer privaten Institution zur übergeordneten Überwachungsinstanz DAkkS (Deutsche Akkreditierungsstelle GmbH) sorgt für Gesprächsstoff, da diese Fusion derzeit noch nicht zur erwarteten Vereinfachung und Vereinheitlichung des Akkreditierungsverfahrens geführt hat und derzeit einen Stau bei der Ausstellung der regelmäßig zu erneuernden Akkreditierungszertifikate entstanden ist.