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Uniklinikum Rostock ruft zum Blutspenden auf: Während des G8-Gipfels könnte es wieder zu Engpässen kommen

22. May 2007

Das Universitätsklinikum Rostock ruft im Vorfeld des G8-Gipfels zu Blutspenden auf. Benötigt werden so genannte Vollblutspenden, um einen möglichen vermehrten Bedarf an Blutpräparaten während des Gipfels abdecken zu können.

Bereits Anfang dieses Jahres waren die Blutkonserven extrem knapp, und bei einem möglicherweise vermehrten Anfall von Verletzten durch gewalttätige Auseinandersetzungen im Zusammenhang mit dem Treffen in Heiligendamm könnten derartige Engpässe wieder auftreten, ohne dass Blutkonserven von außen zugekauft werden können. Die Abteilung für Transfusionsmedizin am Universitätsklinikum Rostock bittet daher nachdrücklich um vermehrte Blutspenden. Die Vorbereitungen zum G8-Gipfel betreffen auch die Krankenhäuser Rostocks. „Anfang Juni werden sich voraussichtlich zeitweilig mehr als einhunderttausend Menschen zusätzlich in der Stadt Rostock und im Landkreis Bad Doberan aufhalten“, sagt Professor Dr. Volker Kiefel, Leiter der Abteilung für Transfusionsmedizin am Universitätsklinikum Rostock. „Wir als Universitätsklinikum werden im Fall von vermehrt anfallenden Verletzten bei den geplanten Großveranstaltungen sozusagen ‚an vorderster Front’ bei der Versorgung von Verletzten stehen.“ Deshalb ruft der Blutspendedienst des Universitätsklinikums die Bevölkerung der Region zum Blutspenden (Blutspende in der Waldemarstr. 20) in den kommenden Tagen auf, um auf Notfälle vorbereitet zu sein. „Benötigt werden Erythrozytenkonzentrate, die aus ganz normalen Vollblutspenden gewonnen werden“, so Professor Kiefel. Bereits Anfang des Jahres war in Mecklenburg-Vorpommern ein Mangel an diesen Konserven aufgetreten. Bei vermehrtem Verbrauch von Blutkonserven könnte es nun wieder zu Engpässen kommen, ohne dass die Möglichkeit von Zukäufen von Konserven besteht.