Aktuelles

Universitätsmedizin Rostock optimiert OP-Abläufe mit neuer App und digitalen Endgeräten

07. November 2025
6 Personen stehen nebeneinander und strahlen vor Freude.

Freuten sich über die Einführung von sqior an der Universitätsmedizin Rostock: Annika van Welzen (v. l.), Ärztin in Weiterbildung, Prof. Dr. Daniel Reuter, Direktor der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie, Dr. Christiane Maria Schewe, CMIO, Dr. Ulrike Schlüter, OP-Management sowie Nabil el Nouby und Jasmin Katz von sqior. Bildquelle: Universitätsmedizin Rostock

Software-Lösung sqior stärkt Kommunikation rund um eine Operation und sorgt für reibungslosere Prozesse

Rostock – Die Universitätsmedizin Rostock führt mit sqior eine neue Software-Lösung ein, die die Kommunikation und Koordination im Operationssaal grundlegend verbessert. Über eine App werden alle Schritte im Operationsprozess in Echtzeit sichtbar – von der Aufnahme in der Zentralen Patientenvorbereitung über den Beginn bei einem Eingriff bis zur Reinigung nach der Operation und Verlegung auf die Normalstation. Während Patientinnen und Patienten davon nichts bemerken, laufen im Hintergrund alle Abläufe reibungsloser, klarer strukturiert und mit geringeren Informationsverlusten.

Dr. Ulrike Schlüter aus dem OP-Management erklärt, dass bei einer Operation bis zu zwanzig Personen aus unterschiedlichen Bereichen an dem  Prozess beteiligt sind. Mit sqior können sich diese Beteiligten nun deutlich besser austauschen, Aufgaben besser priorisieren und aktuelle Informationen gezielter weitergeben damit „die richtige Information zur richtigen Zeit zur richtigen Person kommt“. Die App zeigt live an, wann Patientinnen und Patienten vorbereitet, in den OP-Saal gebracht, operiert oder in den Aufwachraum verlegt werden. Selbst die OP-Reinigung werde automatisch informiert, sobald eine Operation abgeschlossen ist und gesäubert werden kann. Der Nutzen sei unmittelbar spürbar, so Dr. Schlüter weiter. Es gebe weniger Telefonate, geringere Informationsverluste und einen besseren Überblick für alle OP-Partner.

Sqior wurde ursprünglich im Universitätsklinikum Schleswig-Holstein entwickelt und wird nun im Zentral-OP am Campus Schillingallee eingesetzt, wo Fachrichtungen wie Unfall-, Allgemein-, Kinder-, Herz-, Neuro-, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie und Urologie vertreten sind. Die Universitätsmedizin ist somit das 7. Krankenhaus in Deutschland und das erste in Mecklenburg-Vorpommern mit dieser Software.

Dr. Christiane Schewe, Chief Medical Information Officer der Universitätsmedizin Rostock, betont, dass sqior die digitale Transformation des Klinikalltags entscheidend voranbringe. Sie hebt hervor, dass durch die Anwendung Prozesse transparenter werden und die Teams entlastet werden. Ziel sei eine vernetzte, datenbasierte Steuerung der komplexen Abläufe im Operationsumfeld. Die Neuerung ermögliche es, Patientinnen und Patienten individuell und sicher durch den gesamten OP-Prozess zu führen – „mit einem hohen Maß an Übersicht, Präzision und Effizienz“.