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Vom Shutdown zum Normalbetrieb: „Hochfahren“ als logistische Herausforderung

19. May 2020
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Unimedizin Rostock kehrt in den Regelbetrieb zurück / Versorgung von Covid-19-Patienten dennoch gesichert

Ende Mai wird die Universitätsmedizin Rostock (UMR) wieder im regulären Klinikbetrieb laufen. Dann sind die im März wegen der Covid-19-Pandemie umgesetzten räumlichen und personellen Umstrukturierungen zurückgenommen: Personal, Medizintechnik, Material und IT sind wieder auf den ursprünglichen Stationen. Dabei gelten besondere Schutzmaßnahmen. Bereits seit Mitte April werden alle vollstationären und tagesklinischen Patienten einem Covid-19-Aufnahmescreening unterzogen. Seit dem 8. Mai bietet die UMR ihren Mitarbeitern in allen Bereichen und Tochterfirmen stichprobenartig ein regelmäßiges und freiwilliges Screening auf Covid-19 an. Die erste „Screening-Runde“ der gut 5.000 Mitarbeiter wird am 9. Juni abgeschlossen sein. Bisher wurden mehr als 300 Mitarbeiter getestet und alle Abstrichergebnisse waren negativ.

„Covid-19 war für uns alle eine neue und herausfordernde Situation“, sagt Prof. Dr. Christian Schmidt, Ärztlicher Vorstand der Unimedizin. „Eine mögliche zweite Welle von Covid-19-Patienten wird uns nicht kalt treffen. Die Unimedizin hat jetzt Übung, wir haben zahlreiche Mitarbeiter intensivmedizinisch geschult, Beatmungsgeräte aktiviert, diagnostische Geräte neu angeschafft und wir können Infektionswege gut nachvollziehen." Prof. Dr. Emil Reisinger, Wissenschaftlicher Vorstand und Leiter der Abteilung für Tropenmedizin und Infektiologie, ergänzt: „Selbstverständlich beobachten wir das Geschehen und können kurzfristig auf Veränderungen der Infektions- und Patientenzahlen reagieren. Nach wie vor halten wir Personalkapazitäten, Räume und Medizingeräte gesondert vor.“

Die Rückkehr in den Normalbetrieb ist wichtig für die optimale flächendeckende Patientenversorgung. Prof. Dr. Clemens Schafmayer, Direktor der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und Transplantationschirurgie, sagt: „Wir möchten unsere Patienten bestmöglich versorgen. Einige warten schon seit mehr als fünf Wochen auf ihre Eingriffe. Bis zum Sommer werden wir unsere Warteliste mit mehr als 100 Patienten abgearbeitet haben.“ Zu den wartenden Patienten wurde während des Shutdowns regelmäßig Kontakt gehalten, um ihren Gesundheitszustand zu beobachten. „Die aktuelle Planung der aufgeschobenen Operationen zusätzlich zu neuen Fällen ist eine logistische Meisterleitung unserer OP-Koordinatoren“, so Schafmayer.   

Besonders wachsam beobachtet die Unimedizin im Hinblick auf den Normalbetrieb die ausreichende Versorgung mit Schutzausrüstung und Medizinprodukten wie Beatmungszubehör. „Die Versorgungslage ist nach wie vor angespannt“, sagt Britta Wark, stellvertretender Kaufmännischer Vorstand. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, Nachschub zu organisieren und schulen unsere Mitarbeiter im sorgsamen Umgang mit den Ressourcen.“

Der Arbeitsalltag wird an der UMR für alle Mitarbeiter - auch diejenigen, die nicht direkt mit Patienten arbeiten - noch lange Zeit von besonderen Regeln begleitet werden. So sind in sämtlichen öffentlichen Bereichen Mund-Nasen-Masken zu tragen. Es gelten ein Abstandsgebot und weiterhin der Verzicht auf Dienstreisen.

Hier geht es zum Mitschnitt unserer Pressekonferenz vom 19. Mai zur aktuellen Lage.