header

Aktuelles

Forscherinnen finden Ursache für Mondscheinkrankheit

26. Mai 2017

Prof. Dr. Steffen Emmert, Chef der Rostocker Hautklinik, und sein Forscherteam Dr. Christina Seebode (Mitte) und Janin Lehmann

Rostocker Wissenschaftlerinnen entschlüsseln Hautgene und erhalten Preis

 

Rostock/Hansaviertel - Für ihre Forschungsergebnisse zur Mondscheinkrankheit sind die Wissenschaftlerinnen Janin Lehmann und Dr. Christina Seebode von der Hautklinik der Unimedizin Rostock ausgezeichnet worden. Sie haben wichtige Funktionen von Reparaturgenen und den Auslöser der sogenannten Mondscheinkrankheit aufgedeckt. Dafür wurden sie jetzt mit dem International Photodermatology Research Award (PHORA) gewürdigt. Der Preis ist mit 10 000 Euro dotiert.

Die Mondscheinkrankheit, auch bekannt als Xeroderma Pigmentosum (XP), ist eine genetische Erkrankung, bei der die Haut extrem sonnenempfindlich ist und vorzeitig altert. In vielen Fällen führt sie bereits im Kindesalter zu Hautkrebs. Unter der Leitung des Rostocker Hautklinik-Chefs Prof. Dr. Steffen Emmert haben die Forscherinnen mit einer bestimmten Technik ein Gen in menschlichen Hautzellen ausgeschaltet, das die Erbkrankheit verursacht.

Die Erkenntnisse des Rostocker Forscherteams tragen dazu bei, die Mondscheinkrankheit und die Entstehung von Hautkrebs besser zu verstehen. Künftig können neue Therapiestrategien entwickelt werden. „Hier weiter zu forschen und diese Hautkrankheit vielleicht einmal heilen zu können, ist unser Anliegen“, sagt Seebode. Bundesweit gibt es zwischen 50 und 100 Menschen, die daran leiden, schätzt Emmert.